Superenduro PRO Sauze d‘Oulx

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Vor etwa einem Jahr fuhr ich eines meiner ersten Enduro Rennen genau hier in Sauze d’Oulx in Italien. Die Superenduro Serie ist eine der grössten und ältesten Enduroserien in Europa. Ich hatte letztes Jahr so viel Spass, dass ich mich entschied wieder zu kommen.

Auch dieses Jahr wurde ich nicht enttäuscht. Die Trails sind absolut der Hammer. Sie sind hart und lang aber trotzdem flowig. Ich hatte bei jeder Etappe ein breites Grinsen im Gesicht.
Am Samstag ging es dann los mit den ersten drei Etappen. Etappe eins war die kürzeste von allen. Ich hatte einen soliden Lauf und war danach gut aufgewärmt für die zweite und längste Etappe am ganzen Berg. Es war definitiv schwierig seine Kräfte richtig einzuteilen auf einer solch langen Etappe. Aber jede Sekunde zählt und ich gab von Anfang an Vollgas. Jedoch suchte ich mir Orte aus an welchen ich mich kurz erholen konnte ohne viel Zeit zu verlieren. Das wichtigste war aber den Speed immer hochzuhalten und flüssig zu fahren. Dies gelang mir gut und ich endete den ersten Tag auf dem 13. Rang. Ich wollte aber die Top 10 knacken. Ich musste mich also gut erholen und am nächsten Tag voll angreifen.

Am Sonntag standen fünf Etappen auf dem Plan. Die erste ist meist die schwierigste da man am Morgen früh von null auf hundert muss ohne auch nur ein Meter auf dem Bike gefahren zu sein und ich war froh dass ich ohne Sturz durchkam. Die zwei Tage racing machen sich definitiv bemerkbar im Körper. Dank meinem Akira Tuning Fahrwerk hatte ich jedoch gar keine Probleme mit meinen Händen oder Armen auf den sehr langen und ruppigen Strecken. Auch meine N’Doo Laufräder funktionierten einwandfrei und ich konnte mich voll aufs fahren konzentrieren.
Es folgte eine Etappe nach der anderen. Ich fühlte mich sehr wohl auf dem Bike und konnte saubere Rennläufe runterbringen bei fast max. Puls während des ganzen Laufes. Es gab ein paar heikle Momente aber jedes Mal konnte ich mich noch knapp retten.
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Die achte und letzte Etappe war nochmal speziell. Es war ein Pursuit Race. Es wurde nach dem Gesamtklassement nach der siebten Etappe gestartet mit den jeweiligen Zeitabständen. Das hiess dass man jetzt nicht mehr um Zeit fuhr sondern um Plätze. Wenn man überholt wurde verlor man einen Rang oder man konnte einen gut machen. Es gab Startende welche auf der gleichen Sekunde nebeneinander starten und sorgte für spannendes Racing. Ich hatte mehr Glück. Zur Überraschung sah ich dass ich mich auf den 9. Rang vorgekämpft hatte. Mir fehlten ca. 16 Sekunden auf den achten Platz. Hinter mir kam zum Glück keiner für fast vierzig Sekunden.
Ich gab nochmal Vollgas aus dem Start. Mein Ziel war den Fahrer vor mir einzuholen. Ich hatte ihn ein paar Mal im Blick aber der Abstand war zu gross. Ich konnte aber meine Position halten und endete auf dem 9. Rang Overall. Zu meiner Überraschung belegte ich in meiner Alterskategorie den 3. Rang.

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Lenzerheide Bike Attack 2014

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Mit diesem Rennen hatte ich noch eine Rechnung offen. Zweimal war ich schon dabei und beides Mal endete das Rennen für mich mit einem Platten. Man startet auf über 2800m auf dem Rothorn auf sehr felsigem Gelände. Das hohe Tempo und die spitzigen Steine werden vielen zum Verhängnis.
Die Qualifikation entscheidet den Startplatz für den Massenstart am Sonntag. Es ist wichtig in die vordersten Reihen zu kommen, ansonsten wird man vom riesigen Fahrerfeld verschlungen. Wegen einem Defekt an meinem Endurobike musste ich mit dem Downhillbike an den Start der Qualifikation. Ich konnte zwar unbesorgt über die Steine brettern aber bei den Aufstiegen musste ich doppelt so hart in die Pedalen treten. Das kostet ziemlich Energie bei einer Abfahrt über 15 Minuten und 1300hm.
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Ich landete jedoch auf dem soliden achten Platz und sicherte mir einen Startplatz in der zweiten Reihe.
Es ist schon ein spezielles Gefühl an der Spitze des etwa 700 Fahrer grossen Startfeldes zu stehen auf dem Gipfel vom Rothorn. Vor sich nur ein relativ schmaler Weg, voll von losen Steinen und eine sehr enge Linkskurve auf die alle Vollgas zusteuern. Ich wusste dass das Rennen nicht auf den ersten Paar Meter gewonnen wird und versuchte einen sturzfreien Start zu haben. Ich kam gut Weg und konnte schon dem ersten gestürzten Fahrer ausweichen in der ersten Kurve. Das Feld zog sich dann schnell in die Länge. Meine Akira-Tuning Fahrwerk funktionierte so gut dass ich ohne viel Anstrengung und Risiko noch ein paar Plätze nach vorne Fahren konnte. Ich war relativ erholt am Ende der Downhillsektion und lag an etwa fünfter Stelle. Doch nun ging es fast nur noch Bergauf. Ich versuchte das Tempo hoch zu halten aber es war nicht mein Tag. Ich brachte nicht meine gewohnte Leistung und musste leiden bis ans Ende. Ich verlor zu viele Plätze bei den Aufstiegen und obwohl ich sie bei den Abfahrten gleich wieder aufholte, fehlte der Platz und Energie um sie wieder zu überholen.
Ich beendete das Rennen auf dem 16. Rang. Diesmal schaffte ich es also ohne Defekt ins Ziel und kann nun zufrieden nie mehr teilnehmen.

European Enduro Serie Flims

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Am frühen Freitagmorgen holten Martin und ich unsere Startnummern für die European Enduro Series in Flims. Wir checkten die Streckenkarte und machten uns schnellstmöglich auf den Weg fürs Training. Es war schönes Wetter und wir genossen den Tag hoch in den Bergen.

Nach dem Training fand am Freitagabend gleich noch der Prolog statt. Eine Mini-Stage im Zielgelände welche ziemlich viel Sprintpower verlangte. Ich kämpfte mich durch und landete auf einem soliden 13 Platz. Dies gab mir eine gute Voraussetzung für den kommenden Tag.

Wir mussten wieder früh aufstehen um pünktlich um 8 Uhr bei der Gondel zu sein. Die ersten Höhenmeter konnten wir zum Glück mit der Seilbahn überwinden. Der offizielle Start war dann oben auf dem Crap Sogn Gion. Die erste Etappe war sehr technisch. Zudem hatte es in der Nacht geregnet. Die tiefen Rillen und rutschigen Wiesen machten es zu einer rechten Herausforderung. Ich hatte einen ziemlich wilden Lauf mit vielen “ fast-Stürzen“. Aber ich kam heil im Ziel an, bereit für die nächste Etappe. Nach einem kurzen Aufstieg ging es gleich weiter. Es folgten zwei mehr Downhill orientierte Etappen mit vielen Wurzeln und Steinen im Wald. Die erste kam ich gut durch aber die rutschigen Verhältnisse machten mir Mühe und ich wusste dass ich Zeit verliere. Bei der dritten Etappe wollte ich dann voll angreifen aber kurz nach dem Start hatte ich einen Platten hinten. Die Gesamtwertung war im Eimer für mich. Ich reparierte mein Bike gleich neben der Strecke und setzte das Rennen fort. Ein Vorteil bei den Enduro Rennen. Die vierte Etappe war die längste mit fast zehn Minuten. Sie war definitiv die anstrengendste Etappe jedoch auch eine der spassigsten. Ich konnte mein Tempo von oben bis unten konstant durchhalten und fuhr eine solide Zeit. Ziemlich ausgepowert fuhren wir zur letzten der fünf Etappen. Ich fuhr den technischen Teil sauber und schnell und trat nochmals voll in die Pedalen zum Schluss. Nach gut vier Stunden waren wir wieder im Ziel und freuten uns den Rest des Tages relaxen zu können. Für mich war es eine gute Vorbereitung auf das kommende Wochenende. Das zweitägige Enduro World Series Rennen in Italien wird definitiv ein ganz anderes Kaliber sein.

Morgins IXS DH Swiss Cup

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Der erste IXS Swiss Cup des Jahres fand wieder in Morgins statt. Eine der besten Schweizer Downhillstrecken. Sie hat viele Kurven, Sprünge, Wurzelpassagen und richtig schnelle Sektionen. Schon am ersten Trainingstag stellte ich mein Setup einiges härter ein als sonst um die grossen Löcher und Kompressionen besser fahren zu können. Es gab auch viele tiefe Rillen in gewissen Passagen und die Strecke wurde schnell ziemlich anspruchsvoll.
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Das Wetter war das ganze Wochenende sonnig und heiss. Ich fühlte mich super auf dem neuen Downhillbike. Die Performance der Gabel sowie des Dämpfers auf der ruppigen und schnellen Piste war hervorragend und ich konnte mich voll und ganz auf meine Linie konzentrieren. Ich wusste mein Bike funktioniert perfekt. Ich hatte einen relativ guten Qualifikationslauf. Ein paar Fahrfehler kosteten mich wertvolle Sekunden aber ich war zufrieden denn ich war in den letzten Wochen nur sehr wenig zum Biken gekommen.
Es wurde ein heisser und sonniger Sonntag für das Finale. Ich hatte ein paar solide Trainingsläufe am Morgen und hatte mir die Sektionen wo ich am Vortag Fehler machte gut angeschaut. Leider lief mein Lauf nicht so wie geplant. Ich war mit dem Kopf nicht ganz bei der Sache und vergass die Handbremse zu lösen. Es war zwar ein sehr sauberer Lauf aber elend langsam. Aber ich hatte ein geniales Wochenende abgesehen vom Resultat und freue mich schon riesig auf die kommenden Rennen.

Bluegrass Enduro – Dabo

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Irgendwo in den Vogesen in Frankreich gibt es anscheinend richtig gute Endurotrails. Ich ging ohne grosse Erwartungen und nutzte es als Aufwärmrennen für die bevorstehende Saison. Ich rechnete aber nicht mit so super Strecken. Tiefer und erdiger Nadelbaumboden welcher sich durch die vielen Fahrer immer mehr in den Waldboden grub. Natürlich fehlte es auch nicht an ein paar Steinen und Wurzeln welche sich aber auch oft einfach überspringen liessen. Was mir nicht immer gelang denn ich zerbröselte meinen Bashguard auf der dritten Etappe. Glücklicherweise hatte ich sonst keine Defekte.

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Um an den Start der vierten Etappe zu gelangen mussten wir einen Felsen erklimmen und mit Hilfe von Seilen hinaufklettern. Auch sonst waren die Transfers abwechslungsreich auf schönen Singletrails durch die französischen Wälder.
Ich hatte die Startnummer 312. Somit startete ich in der grossen Masse der etwa 300 Fahrer. Vor mir kämpften sich Fahrer mit Hardtails oder sonstige Hobbyenduristen durch die Etappen. Ich fuhr ausschliesslich auf der Überholspur. Wir fuhren die Trails ohne Training und man musste sehr schnell reagieren können um nicht über jede Kurve hinaus zu schiessen. Leider war ich die vergangen Tage krank und mein V8 lief nur auf zwei Kolben. Aber ich hatte trotzdem super viel Spass und beendete das Rennen auf dem vierzehnten Platz. Ich freue mich auf das nächste Rennen mit meinem neuen Endurobike!

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Lenzerheide Bike Attack

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Das Bike Attack Rennen brachte viele Erinnerungen hoch. Es war eines meiner ersten Rennen vor ca. fünf Jahren. Damals fiel mir die Vorderbremse ab und ich hatte einen Platten dazu. Nun nach all den Jahren kehrte ich zurück und wollte mein Glück noch einmal versuchen.

Das Training am Freitag brachte nicht sehr viel. Oben am Berg hatte es sehr dichter Nebel und wir sahen jeweils nur wenige Meter weit. Jedoch erinnerte ich mich ziemlich gut an die Strecke, welche etwa dieselbe wie dazumal war.

Am Samstag war dann die Qualifikation. Ich fuhr diese mit dem Downhillbike. Es gab einiges zu Pedalieren und noch mehr zu überholen was nicht immer ganz einfach war. Ich schaffte es jedoch einigermassen gut nach unten und endete auf dem 8 Platz. Dies sicherte mir ein Startplatz in den vordersten Reihen.

Am Sonntag herrschte dann super Wetter. Ich stellte mich ganz vorne an das riesige Startfeld mit fast 900 Fahrern. Ein solcher Massenstart war ziemlich ungewohnt für mich. Ich kam nicht ganz so gut weg wie ich wollte aber konnte mich gleich an die Spitzengruppe hängen. Wir distanzierten uns ein bisschen und es lief mir gut aber dann plötzlich verlohr ich Luft im Vorderrad. Das Rennen war für mich gelaufen. Ich reparierte den Platten dennoch und fuhr das Rennen aber noch zu ende.
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IXS EU Cup Spicak

edgeDie Strecke in Spicak ist für mich immer wieder gewöhnungsbedürftig. Sie ist relativ steinig mit ein paar sehr engen Kurven wo es schwer ist den Schwung zu behalten. Aber sie hat auch offene und schnelle Passagen. Die ersten paar Fahrten sind dann immer ein bisschen verkrampft. Das freuchte Wetter machte die vielen Steine ziemlich rutschig was einem das ganze nicht grad erleichterte. Aber da sich die Strecke nicht gross veränderte wusste ich schnell meine Linien.

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Am Samstag herrschte dann wieder grosse Unsicherheit wegen dem Wetter. Es regnete wieder pünktlich auf die Qualifikation. Die Strecke ist technisch anspruchsvoll aber dafür weniger hart für Material und Körper. Mann musste aber sehr konzentriert sein denn man konnte schnell von der Linie abkommen und viel Zeit verlieren.
Im Regen wusste ich nicht genau was zu erwarten war auf der Strecke. Es stelle sich heraus das es genau da Grip hatte wo ich keinen erwartete und umgekehrt. Das hatte ein ziemlich unsauberen Lauf zur Folge. Zum Glück hatte ich noch eine Chance am Sonntag. Am Abend wollten wir us noch stärken in einem tschechischen Restaurant. Jedoch war dies ein ziemlicher Reinfall und ich bekam nichtmal meine Hauptspeise. Besser selber Kochen!

Am Sonntag spielte dann das Wetter mit. Ich fühlte mich gut und war zufrieden mit meinen Setup. Ich hatte einen sauberen und soliden Lauf. Jedoch ein bisschen zu verhalten in gewissen Passagen. Nicht das Resultat das ich wollte aber einen guten Lauf auf dem ich aufbauen kann.

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IXS EU Cup Leogang

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Letztes Jahr fand auf genau dieser Strecke die Downhill Weltmeisterschaft statt. Es ist eine sehr schnelle Strecke mit vielen Sprüngen aber auch technische Passagen mit Wurzeln. Ich finde sie eine der spassigsten Strecken zum fahren. Schnell mit viel Flow.
Am Freitag machte ich so viele Runs wie möglich denn ich hatte einfach so viel Spass und es war super Wetter. Die Verhältnisse erforderten auch ein bisschen ein anderes Setup am Bike. Ich machte auch ein non-Stop Run um zu sehen wie sich das ganze bei Rennverhältnissen etwa anfühlen würde. Ich war sehr zufrieden.
Am Samstag trainierten wir bei trockenen Verhältnissen. Die Strecke veränderte sich nicht alzu sehr. Ein paar Löcher wurden grösser aber sonst hielt sie sich gut. Als ich dann auf mein Qualilauf wartete fing es plötzlich an zu regnen in Strömen. Ich wusste also nicht was mich auf der Strecke erwarten würde. Es zeigte sich jedoch das die Strecke im Regen fast genau so schnell war wie im trockenen. Ich hatte viel Grip und der Boden blieb fast überall hart. Ich hatte ein soliden Lauf. Ich ging nicht volles Risiko ein und wollte meinen Lauf gut hinunterbringen. Was mir auch gelang.
Am Sonntag trocknete es dann langsam wieder ab. Doch es konnte jeden Moment regnen. Aber es kam mir eh nicht drauf an denn ich fuhr den selben Reifen im trockenen und nassen. Es blieb zum Glück trocken bis zum Schluss.
Ich hatte wieder einen sauberen Lauf und versuchte ein bisschen mehr zu pushen. Im oberen teil gelang mir dies aber unten hockte ich dann wieder ein bisschen zu viel auf den Bremsen. Aber es machte so viel Spass und ich war trotzdem zufrieden im Ziel.

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