Rennbericht IXS Cup Todtnau

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Am vergangenen Wochenende fand ein weiterer Lauf des IXS German Cup in Todtnau statt. Für die deutschen Fahrer war es zugleich die deutschen Meisterschaften.
Für mich ist dieses Rennen immer sehr speziell, da ich auf dieser Strecke öfters trainiere und vor allem trainiert hatte.
Diese Strecke wurde für das Rennen noch etwas anders geführt.

Quali:
Kurz vor der Qualifikation machte sich noch ein Gewitter über dem Tal breit. So startete ich in meinen Lauf auf einer nassen Strecke ohne je im Nassen trainiert zu haben. Ich hielt mir vor Augen, dass es nur die Quali ist und vor allem das mir die nassen Bedingungen meistens Spass machen.

Trotzdem startete ich nicht sonderlich gut in meinen Lauf. Irgendwie versuchte ich mich windschnittig zu machen wodurch ich meine Haltung auf dem Bike komplett veränderte. Nachdem ich dies bemerkte konnte ich meinen Fahrstil glücklicherweise nochmals positiv beeinflussen. Von da an fuhr ich einen Rennlauf wie ich gerne immer Rennläufe fahren will. Ich hatte eine super Haltung auf dem Bike und liess die Bremsen offen wie im Training.
Mit diesem Qualilauf konnte ich den 3. Platz belegen.

Rennen:
Am Sonntag trocknete die Strecke wieder komplett ab. Mein Ziel war ganz klar ein Podest Platz.
Ich startete relativ gut ins Rennen und hatte die nötige Lockerheit. Nach einer Tretpassage kam ich in einen neuen Streckenabschnitt. Da es Rennen war pedalierte ich sicherlich etwas härter wodurch ich aber leider den nächsten Abschnitt nicht mehr in der Ideallinie erwischte. So zog sich mein Lauf ziemlich bis ins Ziel. Einige Abschnitte fuhr ich sehr gut, andere leider etwas weniger. Im Ziel war ich aber nicht sonderlich überzeugt von meinem Rennlauf. Mir fehlte das letzte bisschen Lockerheit, damit ich meine volle Leistung oder noch leicht mehr hätte bringen können.

Ich konnte das Rennen auf dem 5. Platz beenden. Ärgerlich ist das ich nur 1.6 sec auf den ersten Platz verlor.

Für mich ist es eine riesen Freude, dass ich auch ohne grosse Unterstüztung und Sponsoren mit Profi Athleten wie Johannes Fischbach, Benny Strasser oder Markus Klausmann mithalten kann.

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iXS European Downhill Cup 2011 #2 in Todtnau/D

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Nach meiner etwas verlängerten Winterpause, aufgrund eines gebrochenen Handgelenkes, konnte auch ich die Rennsaison 2011 einläuten.

Eine sehr schnelle aber überaus gute und anspruchsvolle Strecke erwartete mich in Todtnau. Die Trainings verliefen einwandfrei und das Wetter spielte auch das ganze Wochenende mit, trotz verschiedenen Sturmwarnungen.

Qualifikation:
Schliesslich startete ich am Samstagabend zu meinem ersten Qualifikationslauf dieser Saison. Es machte mich richtig glücklich, mich endlich wieder in einem Rennen zu befinden, mich mit der Konkurrenz zu messen und zu sehen wie sich das Wintertraining ausbezahlt hat.
Durch meine lange Verletzungspause veränderte sich auch mein Fahrstil ein wenig, da ich bis zum Rennen nur sehr wenig auf dem Downhill-Bike war. Durch das viele Training auf dem Crosscountry- Bike suche ich jetzt vermehrt ruhigere Linien, was auch einen ruhigeren Fahrstil mit sich bringt.
Dies konnte ich auch sehr gut in meine Qualifikation einbauen. Ich hatte einen fast fehlerfreien Lauf welchen mich zu meinem Erstaunen auf den 4. Platz beförderte. Hiermit war ich gleich bester Schweizer in meinem ersten Qualilauf dieser Saison.

Rennen:
Mit dem Ziel noch einige bessere Linien zu finden, machte ich mich am Sonntagmorgen auf ins Training. Teilweise gelang mir dies auch und ich machte mich einem guten Gefühl und sehr viel Vorfreude an den Start.
Das Wetter war immer noch schön geblieben und ich konnte es kaum erwarten, mich wieder in einem Rennen wiederzufinden. Voll konzentriert sprintete ich aus dem Starthaus Richtung Ziel. Dies gelang mir in diesem Lauf so gut wie kaum in einem Trainingslauf zuvor. Ich machte keinerlei Fehler in allen technischen Passagen.
Im letzten Streckenviertel erwartete mich dann aber eine böse Überraschung. Und zwar fuhr ich in einen Anlieger ohne jegliche Schlaglöcher oder Steine. Diese wurde aber mit einem enormen Tempo angefahren. Mitte bis Ende Anlieger vermochte mein Hinterreifen dem Druck nicht mehr standhalten und legte sich bis zur Seitenwand auf den Boden. Als dieser wieder zu greifen begann und ich mich immer noch in Schräglage befand, katapultiere mich diese Wucht direkt über den Lenker.
Glücklicherweise konnte ich meinen Rennlauf trotzdem noch ohne Verletzung beenden, konnte aber mit diesem Abflug gerade noch den 50. Platz von 130 Startenden belegen.
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