Rennbericht Superenduro Pro Sauze d'Oulx

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Schon zu Beginn der Saison hatte ich mich für dieses Rennen angemeldet, da die Startplätze dieses Jahr besonders begehrt sind. Vergangenes Wochenende war es dann soweit.
Im italienischen Sauze d'Oulx startete ich zu meinem ersten Superenduro Pro Rennen.
Pro heisst es desshalb, weil man aus eigener Kraft pro Tag mind 1500m Höhendifferenz bewältigen muss und das Rennen aus unglaublichen 9 Racestages bestand.  

Renntag.

Ich startete wieder mit einer enorm hohen Nummer (223), da ich noch keine Punkte in dieser Rennserie hatte.

Die Strecken konnten am Vortag kurz abgefahren werden, wobei aus Kräftegründen es keinen Sinn machte alle zu fahren, deshalb kannte ich die Hälfte davon nicht.
Ich verliess mich auf mein bisschen Erfahrung des letzten Enduro Rennens, an welchem ich anscheinend einiges Richtig gemacht hatte.

Ich fühlte mich wieder enorm wohl auf meinem GT Force LE. Meine Strategie war klar in den technischen Abschnitten Zeit gut zu machen, wenig zu bremsen und rund zu fahren.
Die Stages waren viel härter und länger als erwartet. Kein Wunder, denn die Superenduro Serie ist nebst der Enduro World Series die weltweit Angesehenste.

Der erste Tag bestand aus 7  Stages, welche mir mehrheitlich trotz der enormen Anstrengung viel Spass machten. Aber die hohe Startnummer machte mir zu schaffen, durchschnittlich musste ich pro Stage sieben Fahrer überholen, der Rekord lag bei Elf. Die meisten verhielten sich fair aber Zeiteinbussen waren unvermeidbar zudem kosteten die Überholmanöver Kraft und waren ein Risiko.

Am Abend gab es dann die Ersten Resultate und ich befand mich auf dem unglaublichen 9. Platz.
Zudem belegte ich in einer Stage den 3. Platz

Sonntag.

Es wurde die letzte Stage vom Vortag nochmals gefahren.
Danach gab es wieder Zwischenresultate nach welchen dann in die letzte Stage gestartet wurde. Ich befand mich in der ersten Gruppe mit all den Enduro-Profis.
Der Witz: Der Start erfolgte am Fusse des Berges, ca 800 Höhenmeter Aufstieg standen bevor, auf dem Berg gab es dann eine neue Startaufstellung, nach Reihenfolge Ankunft des Aufstiegs als Massenstart!
Ich verlor in den 40 Minuten Aufstieg nur 2 Plätze, war aber fix und fertig.

Massenstart:
Nach ca 3 Tritten wurde ich von meiner Konkurrenz voll eingeklemmt und die Bikes verkeilten sich ineinander. Nachdem ich mich wieder freigekämpft hatte ging die Aufholjagd wieder los.
Nur dieses Mal lies sich niemand mehr freiwillig überholen und der Fahrstil war aggressiv.
Wieder überholte ich mindestens 10 Leute. Nachdem ich ein schnellen Fahrer vor mir hatte, entschied ich mich kein Risiko mehr zu nehmen und hinter ihm ins Ziel zu fahren.

Dies war eine gute Entscheidung.
Ich konnte das Rennen auf dem 9. Platz von 175 Startenden und als bester Schweizer beenden.
Durch einen 3. und einen 5. Platz bei den Stages sorgte ich für einiges Aufsehen am Rennwochenende.

freisauze1