Rennbericht Giant 2W Gravity Enduro NZ

Am vergangenen Wochenende bestritt ich zum ersten Mal überhaupt ein Enduro Rennen, welches im neuseeländischen Rotorua stattfand.

Rotorua ist bekannt für seine sehr gut erschlossenen Mountainbikewege. Diese Trails, welche in meinen Augen zu den besten im Lande zählen, waren auch der Grund weshalb ich mich für ein solches Rennen angemeldet habe.

Das Rennen fand am Sonntag statt und beinhaltete 4 Special- Stages welche innerhalb von 5 Stunden absolviert werden mussten.

foto-2
An solchen Enduro Rennen kennt man die Strecken nicht, man bekommt nur eine Karte und eine kurze Beschreibung dazu.

Ich entschied mich zum Anfang eine relativ downhilllastige Strecke zu fahren, da ich mich dieses Format gewöhnt war.

Anfangs ärgerte ich mich schon über kleine Fahrfehler. Mir wurde aber schnell bewusst, das dies bei solchen Strecken, welche man nicht kennt, unvermeidbar ist. Nach ca 5 Minuten Fahrzeit hatte ich langsam aber sicher das Gefühl, dass ich bald im Ziel sein müsste.
Aber wie gesagt, es ist kein Downhillrennen. In diesem Fall bedeutete das noch ca 3 Minuten auf flachen verwurzelten Singeltrail bis ins ziel zu treten.
Ziemlich erschöpft kam ich im Ziel an, hatte die downhilllastigste Stage absolviert und es warteten noch 3 weitere.

Als nächste entschied ich mich für die längste auf der Karte. 20 Minuten Fahrzeit wurde angegeben. Ich musste etwas an meiner Taktik ändern, sonst verliere ich zuviel Zeit in den unteren Abschnitten.
Ich versuchte Schwung mitzunehmen wie im Downhill und in den den Tretpassagen wie ein Crosscountry Fahrer mit Druck im Sitzen zu treten.
Dies gelang mir sehr gut in Passagen welche klar definiert waren, aber es gab auch sehr viele in welchen ich nicht richtig wusste, soll ich Sprinten, Teleskop-Sattelstütze ausfahren oder nicht.

Noch zwei weitere Stages.
Eine davon war überhaupt nicht mein Ding und ich hatte nicht allzuviel Spass. Passagen davon gingen über frisch gerodeten Wald mit undefinierbaren Wellen, welche man nicht überspringen konnte. Zudem leichtes Gefälle aber zu wenig das man nicht mehr treten musste.

Letzte Stage, war wieder ein sehr cooler Singeltrack am Anfang, sogar mit Sprüngen. Letztes Drittel wieder harte Tretpassagen, Zeit ca. 10 Minuten.

Sehr zu meiner Überraschung belegte ich den 10. Platz von 124 Startenden ( Men 23-39 )

Für mich war es ein erfolgreiches und aufregendes Rennen, was ich Zuhause sicherlich wieder einmal wiederholen werde.

foto-3

Rennbericht Nationals Levin NZ

Nach meinem etwas dummen Sturz am Rennen in Bluff war für mich Levin das nächste Rennen.
In der Zwischenzeit reiste ich durch Neuseeland und verbrachte enorm viel Zeit auf meinem Enduro Bike in der wunderschönen Natur. Leider hatte ich ich fast keine Gelegenheit mein Downhillbike zu fahren. Hinzuzufügen ist, das ich so viel Spass hatte mit meinem anderen Bike das ich es auch nicht für schlimm empfand.

Die Strecke in Levin war eine anspruchsvolle Downhillstrecke bespickt mit enorm schnellen Passagen, technischen Abschnitten, Tretpassagen und wirklich grossen Sprüngen. Ein Trainingstag muss an den Neuseeländischen Rennen reichen um all das zu üben und möglichst schnell zu fahren. So hatte ich am Ende des Trainingstages Acht Läufe gemacht.

Renntag:
Eine Stunde Training vor dem Qualilauf, das heisst ein Trainingslauf bei so vielen Teilnehmern.

Quali:
Ich konnte mein Tempo vom Training fahren, erwischte die meisten Passagen gut, aber fühlte mich ziemlich schwach auf dem Bike.

Rennen:
Wieder startete ich gut ins Rennen, teilweise hatte die Strecke stark gelitten von all den Fahrern welche vor mir gefahren sind. Ich versuchte etwas mehr zu Pedalieren und vorwärts zu pushen. Dies gelang mir auch, aber ich bemerkte bald wenn ich sicher ins Ziel kommen will, muss ich mich vor den grossen Sprüngen besser regenerieren.
Ich fuhr im Rennen die genau gleiche Zeit wie in der Quali nämlich 3 min 12 sek.
Das bedeutete den 21. Platz.

Zurückblickend kann ich sagen, das Rennen hat sehr viel Spass gemacht, ich war in meinen Rennläufen eigentlich konstant aber einfach zu langsam.
Ich hatte keine Taktik für die Strecke damit ich schnell sein konnte z.b wusste ich im voraus nicht wo pedaliere ich wo erhole ich wo kann ich noch Zeit gutmachen.

Sehr viele Punkte wo ich mich noch verbessern kann, troztdem bin ich nach jedem Rennen glücklich an welchem ich wenigstens das momentane Niveau fahren kann und flüssig ins Ziel komme.

img_1253img_1252img_1254

Rennbericht Hunua Race Auckland NZ

IMG_0343
Kaum richtig in Neuseeland angekommen, wurden wir von einem Local auf das Hunua Race in Auckland aufmerksam gemacht. 
Da ich mich ohnehin in der Region Auckland aufhalte dachte ich mir das dies eine gute Gelegenheit wäre etwas Downhill zu fahren. 
Am Samstag fand das Rennen wie auch das Training statt. 
In meinen 5 Trainingsläufen hatte ich allerhand zu tun, unter anderem mein neues Bike wenigstens ein bisschen auf mich anzupassen. 
Währenddessen musste ich mir noch die Strecke einprägen und ziemlich viel Mut zusammennehmen, dass ich auch alle Sprünge ( darunter ein 15 Meter weiter Stepdown ) beherrschte.

In den letzten  zwei Trainingsläufen gelang es mir noch ein richtig gutes feeling für mein Bke zu entwickeln.





Rennen:

IMG_0334
Die Strecke war technisch nicht sehr anspruchsvoll, dafür aber enorm schnell und einige harte Tretpassagen.
Wir hatten zwei Rennläufe wovon der schnellere gewertet wurde. 
Im ersten Lauf hatte ich etwas Mühe zu beginn der Strecke, da ich mich zu sehr von den Neuseeländern habe inspirieren lassen und auch kein warm up machte! 

Im zweiten Rennlauf wurde nach dem Resultat des 1. Laufs gestartet. Man wusste aber bis zum Start nicht welchen Platz man belegt hatte. Sehr zu meinem erstaunen startete ich als zweitletzter ins Rennen. Diese Situation machte machte mich kurz vor dem Start doch noch etwas nervös. 

Gut aufgewärmt startete ich diesmal ins Rennen. Mit dem frisch erweckten Gedanken das ich Chancen auf den Sieg habe schienen mir die Tretpassagen auch nicht mehr so hart.
Mehrheitlich erwischte ich die technischen Passagen besser als zuvor.
Schlussendlich belegte ich den 2. Rang.

Mit diesem Resultat bin ich natürlich mehr als zufrieden. 
Vom fahrerischen her bin ich froh das ich wieder einmal die Zeit habe mich voll aufs Biken zu konzentrieren und ich mich dementsprechend weiterentwickeln kann.

IMG_0346


New Zealand Nationals Racing N°3

Ein weiteres Rennen fand in Wellington statt nämlich die New Zealand National Championships. Dazu aber später.
Auf dem Weg nach Wellington fing unser Auto plötzlich an zu brennen. Trotz allen Versuchen den Brand zu löschen, brannte das ganze Auto komplett aus. Schlussendlich konnten wir noch unsere Bikes retten und unsere Kleider, der ganze Rest verbrannte, alle Ersatzteile, Reifen und vieles mehr.


mehr...

New Zealand Nationals Racing N°2

Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Rennen in Tauranga, ging es nochmals nach Rotorua an ein weiteres Rennen der Newzealand Nationals. Die ganze Woche hindurch machten wir wieder die Singeltrails unsicher.
Die Strecke in Rotorua war vor allem auf Speed ausgelegt. Die Strecke war enorm hart zu fahren und man musste aufgrund des enormen Speeds in jedem Lauf 100 Prozent bei der Sache sein. Obwohl solche Speed Strecken nicht zu meinen Favoriten zählen, hatte ich immer viel Spass im Training und konnte meinen Speed von Lauf zu Lauf steigern, was ich vor allem meinem neuen GT Fury und das Ideal abgestimmte Akira Fahrwerk verdanken kann.

mehr...

New Zealand Nationals Racing N°1

Am 26. Januar verliess ich die kalte Schweiz und machte mich mit meinem Bike auf die Reise nach Neuseeland. Nach der 27 Stunden langen Reise bin ich dann endlich planmässig in Auckland angekommen. Das Abenteuer begann schon in Auckland, wo ich die erste Nacht auf der Hauptstrasse in Auckland City im Auto übernachtete. Durch die spezielle Lage meines Schlafplatzes und der Zeitumstellung, machte ich mich dann schon bald auf den Weg Richtung Rotorua beziehungsweise Tauranga wo ich mich mit anderen Fahrern traf. Dort verbrachte ich auch die vergangenen Tage mit Downhillen und Freeriden. Solch enorm schöne und anspruchsvolle Freeride Singletrails konnte ich noch nirgens zuvor finden. Man vergisst völlig die Zeit und die Anstrengung bei so viel Fahrspass.

mehr...