Rennbericht IXS Cup Bellwald

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Bellwald ist seit ich mich erinnere das Austragungsort für das Finale des IXS Swisscups. Mein bestes Resultat in Bellwald war bis dahin ein 5. Platz.
Im Vorfeld machte ich mir schon Gedanken wie ich auf dieser Strecke endlich ein richtig gutes Resultat erzielen kann. Denn die Strecke ist technisch wenig Anspruchsvoll aber brutal schnell, somit eher nicht mein Favorit.

Die Situation änderte sich aber schnell, als es mit dem ersten Training auch der erste Regen fiel. Ich persönlich hoffte darauf, dass dieser Regen nicht mehr so schnell aufhört, damit die Strecke etwas anspruchsvoller wird. Meine Hoffnung wurde erfüllt und es regnete bis am Sonntag fast ununterbrochen.

Auf meinen Qualilauf am Samstag hatte die Strecke schon erheblich gelitten. Als ich in meinen Lauf startete war ich erstaunt wie gross die Löcher bereits waren. Der Boden blieb aber erstaunlich zäh und der Lauf wurde teilweise etwas zu einem Kampf. Ich musste an vielen Orten treten damit man etwas Geschwindigkeit hatte. Vielfach war es etwas ein gewürge. Dieser Stil prägte meinen ganzen Lauf und ich fuhr nicht sehr souverän. Im Ziel angekommen hatte ich kein besonders gutes Gefühl. Offensichtlich hatte auch die Konkurrenz ihre Mühe, denn ich belegte trotzdem den den 5. Platz.

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Rennen
Am Sonntag stoppte dann der Regen. Dies störte mich wenig, denn die Strecke hatte sich schon nach meinem Wunsch geformt. Teilweise waren die Löcher so gross das man mit dem Tretlager aufsetzte. Für mich schienen die Löcher aber nur halb so gross wie für meine Konkurrenz welche noch nicht mit dem aktuellsten Akira-tunging Setup unterwegs war. Ich konnte meine Linie nach wie vor behalten und mit vollem Tempo durch die Löcher fahren wo man nicht ausweichen konnte.
Mit diesem Lauf konnte ich mir den 2. Platz sichern an diesem Rennen.

Gesamtwertung
Vom ersten Rennen an in Morgins führte ich den Swisscup an. Als ich nach dem dritten von vier Rennen immer noch Leader war wurde mir langsam bewusst, dass der Sieg der Gesamtwertung greifbar wurde. Trotzdem war mir die Konkurrenz nahe auf den Fersen.
Erst dieser 2. Platz am letzten Rennen machte mich zum Sieger der Gesamtwertung des Swisscups.

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Rennbericht IXS Cup Todtnau

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Am vergangenen Wochenende fand ein weiterer Lauf des IXS German Cup in Todtnau statt. Für die deutschen Fahrer war es zugleich die deutschen Meisterschaften.
Für mich ist dieses Rennen immer sehr speziell, da ich auf dieser Strecke öfters trainiere und vor allem trainiert hatte.
Diese Strecke wurde für das Rennen noch etwas anders geführt.

Quali:
Kurz vor der Qualifikation machte sich noch ein Gewitter über dem Tal breit. So startete ich in meinen Lauf auf einer nassen Strecke ohne je im Nassen trainiert zu haben. Ich hielt mir vor Augen, dass es nur die Quali ist und vor allem das mir die nassen Bedingungen meistens Spass machen.

Trotzdem startete ich nicht sonderlich gut in meinen Lauf. Irgendwie versuchte ich mich windschnittig zu machen wodurch ich meine Haltung auf dem Bike komplett veränderte. Nachdem ich dies bemerkte konnte ich meinen Fahrstil glücklicherweise nochmals positiv beeinflussen. Von da an fuhr ich einen Rennlauf wie ich gerne immer Rennläufe fahren will. Ich hatte eine super Haltung auf dem Bike und liess die Bremsen offen wie im Training.
Mit diesem Qualilauf konnte ich den 3. Platz belegen.

Rennen:
Am Sonntag trocknete die Strecke wieder komplett ab. Mein Ziel war ganz klar ein Podest Platz.
Ich startete relativ gut ins Rennen und hatte die nötige Lockerheit. Nach einer Tretpassage kam ich in einen neuen Streckenabschnitt. Da es Rennen war pedalierte ich sicherlich etwas härter wodurch ich aber leider den nächsten Abschnitt nicht mehr in der Ideallinie erwischte. So zog sich mein Lauf ziemlich bis ins Ziel. Einige Abschnitte fuhr ich sehr gut, andere leider etwas weniger. Im Ziel war ich aber nicht sonderlich überzeugt von meinem Rennlauf. Mir fehlte das letzte bisschen Lockerheit, damit ich meine volle Leistung oder noch leicht mehr hätte bringen können.

Ich konnte das Rennen auf dem 5. Platz beenden. Ärgerlich ist das ich nur 1.6 sec auf den ersten Platz verlor.

Für mich ist es eine riesen Freude, dass ich auch ohne grosse Unterstüztung und Sponsoren mit Profi Athleten wie Johannes Fischbach, Benny Strasser oder Markus Klausmann mithalten kann.

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Rennbericht IXS Cup Morgins

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Nach meinem kurzen Abstecher in die 4Cross Szene war es höchste Zeit für ein weiteres Downhillrennen.
Die Strecke in Morgins ist in meinen Augen eine gute Downhillstrecke, welche sich vor allem durch die vielen Anliegerkurven auszeichnet. Diese Anlieger fährt man mit relativ hoher Geschwindigkeit. Die daraus folgenden Fliehkräfte sind enorm und am besten bedient ist man wenn man genau weiss wo das Vorderrad ist.

Quali:
Um ca 17:00 Uhr startete ich in meinen Qualilauf. Ich nahm mir vor einen sauberen Lauf zu fahren, vor allem in Bezug auf die Flüssigkeit. Die Kurven hatten schon einige ziemlich grosse Schlaglöcher.
Ich konnte meinen Lauf genau so fahren wie im Training. Praktisch nirgends war ich wirklich unsauber unterwegs. Das Waldstück erwischte ich auch in der Quali nicht gut wie schon in den Trainings.
Ich konnte mich aber über einen sehr souveränen Lauf freuen und den 6. Platz belegen.

Rennen:
Am morgen vor dem Rennen trainierte ich übertrieben gesagt nur noch das Waldstück. Ich musste meine Kräfte einteilen, denn mir hatte das ganze Wochenende schon ziemlich zugesetzt.
Mein Ziel war einen weiteren Lauf auf Trainingsniveau runterzubringen.
Ich startete mit viel Schwung in meinen Lauf. Die Strecke war teilweise ziemlich kaputt. Trotzdem konnte ich relativ locker bleiben und einigen Schwung mitnehmen.
Ich hatte fast keinerlei erwähnenswerte Fehler in meinem Lauf. Das eine oder andere Mal kam ich etwas zu spitz in eine Kurve, konnte dies aber gleich wieder beheben.
So zog ich meinen Lauf durch. Im Ziel angekommen hatte ich Bestzeit.
Die letzten 5 Fahrer, die Besten vom Vortag standen jedoch noch am Start.
Einer nach dem anderen kam ins Ziel, jedoch konnte keiner meine Zeit schlagen. Somit belegte ich den 1.Platz an diesem IXS Cups in Morgins.

Ein wesentlicher Faktor dieses Sieges spielt Akira-Tuning. Dank des neuen Fahrwerks und der unermüdlichen Arbeit von Christophe Petit kann ich sagen, dass ich momentan das Beste Bike habe welches ich je hatte.

Vielen Dank

Martin Frei

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Rennbericht IXS Swiss Cup Lenzerheide

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Zum ersten mal überhaupt fand in der Lenzerheide ein Lauf des IXS Cups statt. Ich freute mich riesig auf die neue Strecke. Die Vorfreude wurde auch nicht getrübt, denn die Strecke war richtig gut.
Diese neue Strecke wurde unter Anleitung von der Downhill Legende Steve Peat erbaut. Viele Abschnitte waren auf den ersten Blick sehr Bike Park lasstig. Aber das Gefälle war einiges steiler als in einem gewohnten Bike Park und dies machte die Sache wieder gut. Ausserdem gab es einige Waldpassagen welche sehr naturbelassen waren und sich im verlauf des Wochenendes noch formten. Alles in allem würde ich sagen endlich wieder einmal eine technische Strecke im Swisscup.

Samstag:
Der Sonnenschein vom Training am Freitag suchte man vergeblich. Es regnete vom Morgen bis Abend intensiv. Die Umstände mit im Auto Campieren und noch genügend Kleider haben wurden bis Sonntagabend fast untragbar.
Aber dies ist auch nur Nebensache. Die Strecke welche ziemlich neu gebaut wurde, war innert kürzester Zeit aufgeweicht. Einige würden sagen die Strecke ging kaputt, in meinen Augen aber wurde es eine richtig gute Downhillstrecke welche einem vom Start bis ins Ziel forderte.

Quali:
Der regen liess der ganze Tag kein bisschen nach. Ich hatte einige enorm gute Trainingsläufe und enorm viel Spass. Endlich konnte ich den Speed von Lauf zu Lauf wieder etwas pushen.
Dies versuchte ich auch im Lauf. Rückblickend kann ich sagen, dass ich etwas zu wenig locker unterwegs war für die Verhältnisse. Dadurch rutschte ich im unteren Streckenabschnitt weg und stürzte. Somit belegte ich den 23. Platz in der Quali.

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Sonntag:
Nach meinem Sturz war mich wichtig, dass ich das gute Gefühl auf dem Bike wieder aufbauen konnte. Aber ich merkte schon in der ersten Trainingsfahrt, dass ich dieses nicht so schnell verloren hatte. Ich schaute mir die schwierigsten Stellen nochmals genau an. Bei meiner Sturzstelle entdeckte ich auch noch eine bessere Linie wo ich eine grosse Wurzel umfahren konnte. Dies war ein weiteres erfolgreiches Training.

Rennen:
Ich war sehr motiviert alles zu geben, wusste aber, dass bei diesen Bedingungen 80 % eher angebracht waren. Das Ziel war so zu fahren wie im Training.
Ich startete super in meinen Lauf. Das erste Steinfeld war steil und enorm technisch. Die Steine lagen in jedem Lauf an einem anderen Ort. Mein Akira-tuning Fahrwerk half mir Zentimeter genau in meiner gewünschten Spur zu bleiben.
Danach gab es einige schnelle Passagen mit grossen Anliegern. Ich fühlte mich gut und liess die Bremsen offen. Danach kam man in einen technischen Wald und später in eine Tretpassage. Der Boden war schon etwas zäher als im Training, da es aufgehört hatte zu regnen. Auch die Passage an welcher ich am Vortag gestürzt war meisterte ich gut. Die
Sicht war durch den Schlamm enorm schlecht und ich musste mein Roll off ca 5 mal betätigen welches jedes mal etwas Zeit kostete. Im unteren Streckenteil fiel mir auf wie gut sich mein Bike anfühlte besonders auch die neuen Laufräder von N`DOO Product mit perfekter Speichen Spannung, halfen mir die Spur zu halten.
Als ich ins Ziel kam hatte ich Bestzeit mit 4 Sekunden Vorsprung auf den bisher führenden. Jedoch waren die Besten noch am Start.

Meine Zeit reichte Schlussendlich für den 9. Platz. Die Abstände waren enorm eng, so hatte ich nur zwei Sekunden Rückstand auf den 3. Platzierten, die Legende des Downhillsports Steve Peat.
Dies ist ein weiteres solides Rennen bei welchem ich eine Steigerung zum vorherigen sehe. Ich bin bereit und freue mich auf die kommenden Rennen.

Rennbericht IXS DH Cup Bad Wildbad

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Nach meinem kurzen Abstecher in die Enduro Szene am European Enduroseries Rennen in Flims an welchem ich den 17. Platz belegen konnte stand mit Bad Wildbad wieder ein Downhillrennen an auf einer Strecke genau nach meinem Geschmack.

Vor 3 Jahren war ich zuletzt in Bad Wildbad. Ich wusste wenn es zeitlich irgendwie passt wollte ich unbedingt wieder an diesem Rennen teilnehmen.
Die Gezeiten und die vielen Rennen haben diese Strecke geprägt. In meiner Erinnerung war diese zwar schwierig zum fahren und bespickt mit einigen Absätzen wo man ziemlich schnell reinkommt und als Landung mehr oder weniger nur Steine vor sich hat.
Dieses Jahr war die Strecke noch einiges offener abgesteckt als in der Vergangenheit und wurde daher noch schneller. In meinen Augen war die Strecke vergleichbar mit der Downhillstrecke schlechthin in Val di Sole.
Für mich, welcher nicht jedes Jahr auf dieser Strecke fährt war die Schwierigkeit am ersten Tag eine halbwegs gute Linie zu finden in den vielen Steinen. Ich liess mir Zeit dafür im ersten Training, da ich mich ohnehin von der ganzen Arbeiterei jeweils ziemlich müde fühle am Wochenende.

Quali
Wir hatten wieder das Glück, dass es auf den Qualilauf nochmals ziemlich stark regnete. Jedoch war dies auf dieser Strecke nicht so tragisch, da der Boden ziemlich sandig und vor allem Steinig war.
Ich versuchte so flüssig wie möglich zu fahren und trotz des Regens meiner Spur treu zu bleiben. Die meisten Passagen erwischte ich gut und nahm im letzten Streckenabschnitt noch etwas Speed raus, damit ich einen soliden Lauf ins Ziel bringen konnte. Die Uhr blieb für mich bei 3.27 min. stehen. Dies bedeutete den 16. Platz für die Quali.
Ich setzte mir das Ziel für den Rennlauf unter 3.20 min. zu fahren und die Platzierung nicht weiter zu überbewerten.
Im Training am nächsten morgen versuchte ich noch ein paar Linien ausfindig zu machen wo ich noch etwas Zeit gutmachen konnte. Grosse Veränderungen machte ich nicht ich konzentrierte mich eher darauf die Linie welche ich fuhr noch etwas genauer anzuschauen damit ich diese noch etwas schneller fahren konnte. Dies gelang mit im Training aber auch noch nicht so wie ich mir das vorstellte.

Rennen
In der Pause bis zum Rennen visualisierte ich nebst den anderen Vorbereitungen die Strecke so viel und vor allem so konzentriert als möglich. Ich wusste genau, dass ich eigentlich einen höheren Speed fahren kann und auch das Bike gibt mir momentan enorm viel Sicherheit.
Der Start verspätete sich um ca. 40 min. und ich wärmte mich ca. 3 mal ein. Die Strecke startet mit einer Tretpassage von 20 bis 30 sec. Ich startete ins Rennen und erkannte mich kaum selbst wie hart ich in die Pedale trat. Lustig war dann die erste Kurve, diese ist flach und man will so viel Schwung mitnehmen wie möglich. Ich sagte mir in der Kurve, das ich sicherlich nicht bremse obwohl ich aufgrund des höheren Speeds ca. 0.5m neben meiner Spur war.
Danach war Konzentration gefragt man sprang über einen kleinen Roadgap direkt in die Steine. Ich brachte wieder Ruhe in meinen Lauf und konzentrierte mich auf meine Linien.
Mehrheitlich hatte sich die gute Vorbereitung gelohnt. Ich konnte einige Passagen schneller fahren als im Training und dies ohne Risiko zu nehmen. Aber einige Fehler machte ich trotzdem, vor allem im obersten Streckenabschnitten.
Ich erreichte mein persönliches Ziel und beendete das Rennen mit 3.18min. Mit dieser Zeit belegte ich den 13. Platz von 103 Startenden in der Elite Kategorie.

Wieder ist das Resultat eher nicht spektakulär, klar schlussendlich redet nur jemand von den ersten 3. Aber das Wochenende dahinter und die Arbeit welche ich investiert hatte mich noch um 9 Sekunden zu verbessern war echt cool und ging voll auf. Zudem bin ich bei jedem Rennen welche ich in dieser Saison fuhr mehr oder weniger bei den Besten mit dabei. Für mich bedeutet diese Konstanz enorm viel, da ich diese bis jetzt in meiner Karriere vermisste.

Rennbericht IXS EU Cup Val di Sole

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Kaum hat die Saison begonnen befindet man sich schon mitten drin.
Am vergangenen Wochenende fand zum Ersten mal ein Europacup auf der berüchtigten Strecke in Val di Sole statt. Bis anhin stand diese Strecke nur auf dem Rennkalender des Weltcups. Für mich ist Val di Sole eine der schwierigsten Strecken auf welchen ich in den vergangenen Jahren Rennen gefahren bin.

Die Streckenführung wurde in der oberen Hälfte komplett neu geführt. Dies war auch nötig, da die alte Strecke kaum noch fahrbar war.

Die neuen Waldpassagen gefielen mir sehr gut und ich hatte einen riesen Spass im Training. Durch die grossen Steine und die Trockenheit auf der Strecke, bekam auch der neue Streckenabschnitt bald wieder Val di Sole Charakter.
Wie erwähnt, die Strecke ist geprägt von Absätzen, grossen Steinen und Wurzeln. Das heimtückische daran ist, wenn man einmal aus seiner Spur kommt wird es schwierig überhaupt noch auf dem Bike zu bleiben. Zudem sind viele Passagen schnell und durch all die Fahrer ausgefahren.

Quali:
Ich hatte im Training endlich wieder das Feeling gefunden welches ich z.B in Morgins so sehr vermisste. Ich hatte in der Zwischenzeit einige kleine Veränderungen am Bike vorgenommen, welche es wieder zuliessen meinen Speed zu fahren und diesen sogar zu pushen.
Trotzdem blieb ich immer relativ vorsichtig auf dieser Strecke was mich aber nicht störte da ich wieder eine super Position auf dem Bike hatte.
So konnte ich meinen Qualilauf sauber durchziehen und fuhr ohne Risiko auf den 39. Platz.

Rennen.

Das ganze Wochenende war der Himmel schon bedeckt. Jedoch vermochte es nie wirklich zu regnen. Bis am Sonntagmorgen. Während dem Training rieselte es nur leicht. Ich entschied mich im letzten Trainingslauf Schlammreifen auszuprobieren, damit ich wusste wie es sich anfühlte. Aufgrund diverser Stürze war die Strecke aber gesperrt und ich konnte keinen Lauf mehr machen.

In den drei Stunden bis zu meinem Start wechselte der Nieselregen zu Regen.

Ich nahm die Veränderung gelassen, da ich wusste das mein neues Santacruz V10 mit dem Akira Fahrwerk bei allen Bedingungen einwandfrei funktioniert.

Dies bestätigte sich auch im Lauf. In den obersten Wiesenkurven konnte ich beinahe fahren wie im Trockenen. Die Strecke war teilweise noch staubig und teilweise durchnässt. Da wo die Strecke nass war, war es so unglaublich schmierig wie ich es noch selten erlebt hatte. Ich hatte in der Mitte der Strecke einen Stillsteher welche mich sicherlich wertvolle Zeit kostete. Dies geschah bei solchen Bedingungen aber ohne gross Fehler zu machen. Jedoch überwogen in meinem Lauf klar die positiven Ereignisse.
Ich hatte einen soliden Lauf und konnte den 26. Platz von 200 Startenden belegen.

Der Platz ist auf den ersten Blick nicht gerade beeindruckend jedoch war die Konkurrenz an diesem Rennen sehr stark vertreten. Für mich war es ein erfolgreiches Rennen und sicherlich mein bester Rennlauf dieser Saison bis jetzt.

Rennbericht Giant 2W Gravity Enduro NZ

Am vergangenen Wochenende bestritt ich zum ersten Mal überhaupt ein Enduro Rennen, welches im neuseeländischen Rotorua stattfand.

Rotorua ist bekannt für seine sehr gut erschlossenen Mountainbikewege. Diese Trails, welche in meinen Augen zu den besten im Lande zählen, waren auch der Grund weshalb ich mich für ein solches Rennen angemeldet habe.

Das Rennen fand am Sonntag statt und beinhaltete 4 Special- Stages welche innerhalb von 5 Stunden absolviert werden mussten.

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An solchen Enduro Rennen kennt man die Strecken nicht, man bekommt nur eine Karte und eine kurze Beschreibung dazu.

Ich entschied mich zum Anfang eine relativ downhilllastige Strecke zu fahren, da ich mich dieses Format gewöhnt war.

Anfangs ärgerte ich mich schon über kleine Fahrfehler. Mir wurde aber schnell bewusst, das dies bei solchen Strecken, welche man nicht kennt, unvermeidbar ist. Nach ca 5 Minuten Fahrzeit hatte ich langsam aber sicher das Gefühl, dass ich bald im Ziel sein müsste.
Aber wie gesagt, es ist kein Downhillrennen. In diesem Fall bedeutete das noch ca 3 Minuten auf flachen verwurzelten Singeltrail bis ins ziel zu treten.
Ziemlich erschöpft kam ich im Ziel an, hatte die downhilllastigste Stage absolviert und es warteten noch 3 weitere.

Als nächste entschied ich mich für die längste auf der Karte. 20 Minuten Fahrzeit wurde angegeben. Ich musste etwas an meiner Taktik ändern, sonst verliere ich zuviel Zeit in den unteren Abschnitten.
Ich versuchte Schwung mitzunehmen wie im Downhill und in den den Tretpassagen wie ein Crosscountry Fahrer mit Druck im Sitzen zu treten.
Dies gelang mir sehr gut in Passagen welche klar definiert waren, aber es gab auch sehr viele in welchen ich nicht richtig wusste, soll ich Sprinten, Teleskop-Sattelstütze ausfahren oder nicht.

Noch zwei weitere Stages.
Eine davon war überhaupt nicht mein Ding und ich hatte nicht allzuviel Spass. Passagen davon gingen über frisch gerodeten Wald mit undefinierbaren Wellen, welche man nicht überspringen konnte. Zudem leichtes Gefälle aber zu wenig das man nicht mehr treten musste.

Letzte Stage, war wieder ein sehr cooler Singeltrack am Anfang, sogar mit Sprüngen. Letztes Drittel wieder harte Tretpassagen, Zeit ca. 10 Minuten.

Sehr zu meiner Überraschung belegte ich den 10. Platz von 124 Startenden ( Men 23-39 )

Für mich war es ein erfolgreiches und aufregendes Rennen, was ich Zuhause sicherlich wieder einmal wiederholen werde.

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Rennbericht Nationals Levin NZ

Nach meinem etwas dummen Sturz am Rennen in Bluff war für mich Levin das nächste Rennen.
In der Zwischenzeit reiste ich durch Neuseeland und verbrachte enorm viel Zeit auf meinem Enduro Bike in der wunderschönen Natur. Leider hatte ich ich fast keine Gelegenheit mein Downhillbike zu fahren. Hinzuzufügen ist, das ich so viel Spass hatte mit meinem anderen Bike das ich es auch nicht für schlimm empfand.

Die Strecke in Levin war eine anspruchsvolle Downhillstrecke bespickt mit enorm schnellen Passagen, technischen Abschnitten, Tretpassagen und wirklich grossen Sprüngen. Ein Trainingstag muss an den Neuseeländischen Rennen reichen um all das zu üben und möglichst schnell zu fahren. So hatte ich am Ende des Trainingstages Acht Läufe gemacht.

Renntag:
Eine Stunde Training vor dem Qualilauf, das heisst ein Trainingslauf bei so vielen Teilnehmern.

Quali:
Ich konnte mein Tempo vom Training fahren, erwischte die meisten Passagen gut, aber fühlte mich ziemlich schwach auf dem Bike.

Rennen:
Wieder startete ich gut ins Rennen, teilweise hatte die Strecke stark gelitten von all den Fahrern welche vor mir gefahren sind. Ich versuchte etwas mehr zu Pedalieren und vorwärts zu pushen. Dies gelang mir auch, aber ich bemerkte bald wenn ich sicher ins Ziel kommen will, muss ich mich vor den grossen Sprüngen besser regenerieren.
Ich fuhr im Rennen die genau gleiche Zeit wie in der Quali nämlich 3 min 12 sek.
Das bedeutete den 21. Platz.

Zurückblickend kann ich sagen, das Rennen hat sehr viel Spass gemacht, ich war in meinen Rennläufen eigentlich konstant aber einfach zu langsam.
Ich hatte keine Taktik für die Strecke damit ich schnell sein konnte z.b wusste ich im voraus nicht wo pedaliere ich wo erhole ich wo kann ich noch Zeit gutmachen.

Sehr viele Punkte wo ich mich noch verbessern kann, troztdem bin ich nach jedem Rennen glücklich an welchem ich wenigstens das momentane Niveau fahren kann und flüssig ins Ziel komme.

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Rennbericht Hunua Race Auckland NZ

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Kaum richtig in Neuseeland angekommen, wurden wir von einem Local auf das Hunua Race in Auckland aufmerksam gemacht. 
Da ich mich ohnehin in der Region Auckland aufhalte dachte ich mir das dies eine gute Gelegenheit wäre etwas Downhill zu fahren. 
Am Samstag fand das Rennen wie auch das Training statt. 
In meinen 5 Trainingsläufen hatte ich allerhand zu tun, unter anderem mein neues Bike wenigstens ein bisschen auf mich anzupassen. 
Währenddessen musste ich mir noch die Strecke einprägen und ziemlich viel Mut zusammennehmen, dass ich auch alle Sprünge ( darunter ein 15 Meter weiter Stepdown ) beherrschte.

In den letzten  zwei Trainingsläufen gelang es mir noch ein richtig gutes feeling für mein Bke zu entwickeln.





Rennen:

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Die Strecke war technisch nicht sehr anspruchsvoll, dafür aber enorm schnell und einige harte Tretpassagen.
Wir hatten zwei Rennläufe wovon der schnellere gewertet wurde. 
Im ersten Lauf hatte ich etwas Mühe zu beginn der Strecke, da ich mich zu sehr von den Neuseeländern habe inspirieren lassen und auch kein warm up machte! 

Im zweiten Rennlauf wurde nach dem Resultat des 1. Laufs gestartet. Man wusste aber bis zum Start nicht welchen Platz man belegt hatte. Sehr zu meinem erstaunen startete ich als zweitletzter ins Rennen. Diese Situation machte machte mich kurz vor dem Start doch noch etwas nervös. 

Gut aufgewärmt startete ich diesmal ins Rennen. Mit dem frisch erweckten Gedanken das ich Chancen auf den Sieg habe schienen mir die Tretpassagen auch nicht mehr so hart.
Mehrheitlich erwischte ich die technischen Passagen besser als zuvor.
Schlussendlich belegte ich den 2. Rang.

Mit diesem Resultat bin ich natürlich mehr als zufrieden. 
Vom fahrerischen her bin ich froh das ich wieder einmal die Zeit habe mich voll aufs Biken zu konzentrieren und ich mich dementsprechend weiterentwickeln kann.

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DH Schweizermeisterschaft 2012

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Zum 2. mal fanden am Berneroberländischen Wirihorn die Schweizermeisterschaften statt.

Die Strecke gehört nicht zu meinen Favoriten da sie teilweise schon fast störend schmal ist und viel loses Geröll darauf liegt.
Schon im Vorfeld wusste ich,dass es die grösste Herausforderung ist, den Mix zwischen attackieren und flüssigem fahren zu finden, da die Strecke auch relativ flach ist.

Quali:

Da der Schwizermeisterschaftslauf auch noch am gleichen Abend auf dem Programm stand versuchte ich in der Quali bewusst Kräfte zu sparen. Ich fuhr teilweise etwas unrund aber im gossen und ganzen ziemlich sauber. Dieses gute Gefühl wurde auch mit dem 2.Platz bestätigt.

Rennen:

Einige Stunden später startete ich dann in meinen eigentlichen Schweizermeisterschaftslauf. Vor dem Lauf überlegte ich mir nochmals gründlich wo ich noch etwas Zeit gutmachen konnte, wo ich pedalieren werde und wo ich noch etwas mehr Schwung mitnehmen kann.
Ich war fokussiert und meine Rechnung schien perfekt aufzugehen, Passage für Passage fuhr ich mein Rennen wie zuvor durchgespielt. Kaum in einem Trainingslauf konnte ich die technischen Abschnitte so schnell und gleichzeitig auch kräftesparend fahren. In den Tretstücken gab ich alles und ich hatte richtig Spass beim fahren.
Nach dem Gegenanstieg auf der Teerstrasse liess ich den letzten Tritt bewusst aus und atmete nochmals tief durch bevor ich in den letzten Steilhang einbog. Auch diesen fuhr ich nahezu perfekt. Bis ich in der drittletzten Kurve kurz ca 20 cm von meiner Linie abkam und somit zu eckig in die Kurve einbog. Ich hatte keine Chance mehr zu reagieren und ging zu Boden. So schnell wie nur möglich schnappte ich mein Bike wieder und fuhr ins Ziel. Dies bedeutete 5. Platz für mich an der SM.

Ich war sprachlos und ärgerte mich wie schon lange nicht mehr. Fragen tauchten auf in meinem Kopf wie warum oder hätte ich früher bremsen sollen oder war ich nicht mehr fokussiert? Heute kann ich sagen nein es war nichts von dem. Wenn ich mich beginne zu fragen ob ich hätte bremsen sollen, dann müsste ich in jeder Kurve bremsen. Fakt ist das wenn man sich gut fühlt muss man in einem Rennlauf am Limit fahren von oben bis unten und da gehören Überraschungen dazu. Nur dumm das ich eine so kurz vor dem Ziel erleben musste.

Bei der Siegerehrung gratulierten mir etliche Leute und ausnahmslos jeder war der Überzeugung das ich ohne Sturz gewonnen hätte...

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Foto: www.spitznagel.ch

IXS German DH Cup Bad Wildbad

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Letztes Wochenende fand im deutschen Bad Wildbad ein weiterer Lauf des German Downhillcups statt. Da ich dieses Jahr aus beruflichen Gründen die eher etwas näher gelegenen Rennen fahren kann und ich die Strecke in Bad Wildbad richtig cool finde beschloss ich wieder einmal ein Germancup zu fahren..

Quali:
In der Nacht auf Samstag regnete es nochmals kräftig und die mit Steinen bespickte Strecke wurde richtig schwierig zum fahren. Hiermit muss man noch erwähnen dass ich am Freitag in meinem dritten Trainingslauf mit meinem Bike so hart auf einem Stein aufsetzte, dass mir bei der Tretlageraufhängung meines GT Furys ein teil davon gebrochen und verbogen war, so dass das Tretlager um 2 cm nach oben und mindestens soviel nach hinten verschoben war.
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Leider hatte ich dieses Teil nicht als Ersatz dabei und musste das ganze Wochenende so fahren und beobachten das es nicht noch komplett reisst.
Die Quali verlief soweit reibungslos und ich belegte den 12. Platz.

Rennen:
Am Sonntag trocknete die Strecke komplett ab und ich beschloss mein Akira Fahrwerk noch etwas straffer einzustellen damit ich noch etwas schneller und noch mehr am Limit fahren konnte.
Ich hatte einen wirklich guten Rennlauf. Ich fuhr die meisten Sektionen so wie ich wollte. Nur erwischte ich mich selbst einige Male wie ich an Orten bremste wo es nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Zudem kamen noch einige Tretpassagen, welche auch nicht gerade zu meinen absoluten Stärken zählen.

Alles in allem belegte ich den 9. Platz womit ich ziemlich zufrieden war.
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Weltmeisterschaften Champery

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Am vergangenen Wochenende fanden im Walliser Champery die Weltmeisterschaften statt. Durch meine guten Resultate dieser Saison, war ich auch einer der glücklichen 5 Schweizer Elite Athleten welcher zu diesem Grossevent aufgeboten wurde.
Mit dem Track walk am Montag begann das Training schon aussergewöhnlich früh.
Der Streckenverlauf hatte sich kaum verändert. Dies erachtete ich als Vorteil für mich angesichts meines überaus guten Resultats des Weltcuprennens im vergangenen Jahr.
In der Nacht zum dritten Trainingstag regnete es ein wenig. Dieser Regen vermochte die Strecke aber nicht aufzuweichen und es bildete sich auf der Strecke ein „Schmierseifenfilm“ auf hartem Untergrund. In einer enorm technischen Passage rutschte ich ins Fangnetz und überdehnte meine linke Schulter genau wie an meinem ersten Rennen in Todtnau.
Nach einem Tag Trainingspause hatte ich immer noch starke Schmerzen an der Schulter und somit beschloss ich den Qualilauf nicht zu fahren.

Rennen:
Nur leicht hatte sich meine Schulter gebessert, aber dafür hat sich das Wetter stark verschlechtert.
Ich wusste falls ich das Rennen irgendwie fahren wollte, musst ich mindestens eine Trainingsfahrt vor dem Renn lauf machen. Dank Hilfe der von der Nati zur Verfügung gestellten Physiotherapeuten konnte ich mit Schmerztabletten und einem ordentlichen Tape an der Schulter doch noch ein Training und das Rennen bestreiten.
Die Bedingungen für das Rennen auf der steilsten Downhillstrecke der Welt waren enorm. Ich startete in den Renn Lauf in strömendem Regen ohne auch nur einmal unter solchen Bedingungen gefahren zu sein. Mittels solcher Umstände spielt der Glückfaktor auch in unserem Sport eine grosse Rolle.
Ich machte einige grosse Fehler im Mittelstück welche mich zu viel Zeit kosteten für eine gute Zeit. Zudem stürzte ich noch im unteren Streckenteil wodurch ich eine gute Platzierung komplett vergeben hatte. Schlussendlich belegte ich den 57. Platz.
Diese Heimweltmeisterschaft war ein unglaublich spannendes und schönes Erlebnis für mich. Es freute mich zu sehen wie viele Leute an unserem Sport und auch speziell an uns Schweizer Fahrer Freude haben, uns bewundern, schauen und fragen welches Material wir fahren auch wenn wir eine Randsportart sind.

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Schweizermeisterschaft & Swisscup Wiriehorn

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Am vergangenen Wochenende fanden die Schweizermeisterschaften im Mountainbike Downhill im berneroberländischen Wiriehorn statt.
Die Strecke am Wiriehorn ist ziemlich unspektakulär, enthält dafür aber zwei lange Tretpassagen, welche so einiges von einem abverlangen.
Am Samstag standen auch schon die Qualifikation und der Schweizermeisterschaftslauf auf dem Programm.
Für die Quali nahm ich mir vor, die technischen Abschnitte im Renntempo zu fahren, aber in den Tretpassagen meine Energie noch etwas zu sparen für den darauffolgenden Schweizermeisterschaftslauf. Einmal mehr gelang mir dies auch ohne grosse Missgeschicke. Mit diesem Lauf sicherte ich mir den 3. Qualifikationsplatz fürs Rennen. Jedoch blieb mir keine Zeit diesen Erfolg gross zu geniessen, da ich mich schon bald wieder an den Start begeben musste für den eigentlichen Renn lauf.
Voller Vorfreude startete ich aus dem Starthaus Richtung Ziel. Nach einigen wenigen Kurven bemerkte ich wieder, ohne auch nur darüber nachzudenken wie genial mein GT Fury und das top aktuelle Akira Fahrwerk harmonierten. Diese Erkenntnis beflügelte mich umso mehr auf meinem Lauf ins Ziel. Auch die kleinen Fehler welche ich machte, konnte ich schnell vergessen und mich auf den Lauf konzentrieren.
Dieser Lauf brachte mich auf den etwas undankbaren 4. Platz. Undankbar vor allem wenn man bedenkt, dass mir nur 5 Hundertstel einer Sekunde aufs Podest gefehlt hatten.

Swisscup:

Am Sonntag fand noch der IXS Swiss Cup statt. Leider wurde dieser aber abgesagt, da das Wetter komplett umgeschlagen hatte. Das Problem war nicht der Regen sondern der Nebel, welche eine Bergung im Falle eines Unfalls verunmöglichte.
Daher wurde der Qualilauf vom Samstag als Ergebnis gewertet. Auch da belegte ich den 4. Platz, da mir noch ein Australier, welcher in der SM-Quali nicht gewertet wurde, den 3. Platz wegschnappte.

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Weltcup Mont Sainte Anne ( Canada )


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iXS European Downhill Cup 2011 #2 in Todtnau/D

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Nach meiner etwas verlängerten Winterpause, aufgrund eines gebrochenen Handgelenkes, konnte auch ich die Rennsaison 2011 einläuten.

Eine sehr schnelle aber überaus gute und anspruchsvolle Strecke erwartete mich in Todtnau. Die Trainings verliefen einwandfrei und das Wetter spielte auch das ganze Wochenende mit, trotz verschiedenen Sturmwarnungen.

Qualifikation:
Schliesslich startete ich am Samstagabend zu meinem ersten Qualifikationslauf dieser Saison. Es machte mich richtig glücklich, mich endlich wieder in einem Rennen zu befinden, mich mit der Konkurrenz zu messen und zu sehen wie sich das Wintertraining ausbezahlt hat.
Durch meine lange Verletzungspause veränderte sich auch mein Fahrstil ein wenig, da ich bis zum Rennen nur sehr wenig auf dem Downhill-Bike war. Durch das viele Training auf dem Crosscountry- Bike suche ich jetzt vermehrt ruhigere Linien, was auch einen ruhigeren Fahrstil mit sich bringt.
Dies konnte ich auch sehr gut in meine Qualifikation einbauen. Ich hatte einen fast fehlerfreien Lauf welchen mich zu meinem Erstaunen auf den 4. Platz beförderte. Hiermit war ich gleich bester Schweizer in meinem ersten Qualilauf dieser Saison.

Rennen:
Mit dem Ziel noch einige bessere Linien zu finden, machte ich mich am Sonntagmorgen auf ins Training. Teilweise gelang mir dies auch und ich machte mich einem guten Gefühl und sehr viel Vorfreude an den Start.
Das Wetter war immer noch schön geblieben und ich konnte es kaum erwarten, mich wieder in einem Rennen wiederzufinden. Voll konzentriert sprintete ich aus dem Starthaus Richtung Ziel. Dies gelang mir in diesem Lauf so gut wie kaum in einem Trainingslauf zuvor. Ich machte keinerlei Fehler in allen technischen Passagen.
Im letzten Streckenviertel erwartete mich dann aber eine böse Überraschung. Und zwar fuhr ich in einen Anlieger ohne jegliche Schlaglöcher oder Steine. Diese wurde aber mit einem enormen Tempo angefahren. Mitte bis Ende Anlieger vermochte mein Hinterreifen dem Druck nicht mehr standhalten und legte sich bis zur Seitenwand auf den Boden. Als dieser wieder zu greifen begann und ich mich immer noch in Schräglage befand, katapultiere mich diese Wucht direkt über den Lenker.
Glücklicherweise konnte ich meinen Rennlauf trotzdem noch ohne Verletzung beenden, konnte aber mit diesem Abflug gerade noch den 50. Platz von 130 Startenden belegen.
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DH Schweizermeisterschaft 2010

M. Frei, Foto: IXS
Vergangenes Wochenende fanden die Schweizermeisterschaften im Fourcross und Downhill in Zermatt statt. Ich hatte mich bereits im Vorfeld entschieden, dass ich aufgrund meines noch nicht ganz ausgeheilten Handgelenks nur den Downhill fahren werde.
Die Streckenführung unterschied sich kaum von deren, welche wir vor 2 Jahren schon einmal gefahren waren. Trotzdem gab es ebenfalls auch Veränderungen an der Strecke. So wurden ungefähr 5 neue und sehr massive Sprünge eingebaut, welche aufgrund Ihrer Grösse, Anfahrt und Landung noch zu hitzigen Diskussionen führte.

Quali:
Nach einem Tag Training hatte ich mich schon ziemlich an die technische Strecke gewöhnt. Aus Sicherheitsgründen und Unfällen wurde noch einer der grossen Sprünge gesperrt.
Nach meinem letzten Trainingslauf zogen immer mehr Wolken am Himmel auf und es begann noch zu Regnen.
Ich startete in meinen Qualilauf und fuhr zugleich die Strecke zum ersten Mal im Nassen. Es war richtig schwierig einzuschätzen, ob die Sprünge noch funktionieren und wo sich die Nässe wie verhält.
Im Ziel angekommen bewies mir die Zeit aber, dass ich mich mit den Bedingungen gut geschlagen hatte und qualifizierte mich mit der 2. besten Zeit fürs Rennen und war zugleich der Einzige, welcher die grossen Sprünge im Nassen gesprungen hatte.


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Val di Sole DH WC

Foto: N. Petit
Nach dem ersten Trainingstag fand am Freitag schon die Quali statt. Es hatte die Nacht davor und am morgen nochmals leicht geregnet und die Strecke wurde nochmals etwas schwieriger.
Ich hatte einen eher ruhigen Qualilauf. Ich qualifizierte mich als 68. für das Finale am Sonntag. Als ich am Abend mein Qualilauf noch etwas analysierte bemerkte ich, dass ich einige Abschnitte bedeutend langsamer angefahren bin als im Training. So machte ich mir zum Ziel, die Bremsen im Renn lauf bewusst offen zu lassen und damit einen höheren Grundspeed zu erreichen.


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Champéry DH WC Race

Foto: N. Petit
Am vergangenen Wochenende fand der sehnlich erwartete Weltcup in Champery statt. Die Strecke wird als eine wenn nicht sogar die schwierigste Strecke der Welt gehandelt.
Am ersten trainingstag schien noch die Sonne und die Strecke war richtig gut zu fahren. Sie war enorm Steil und hatte zudem noch einige ziemlich grosse Sprünge, welche auch mit einem abenteuerlich hohen Speed angefahren wurden.

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DH World Cup Fort William UK

In diesem Rennbericht werde oder kann ich mich ziemlich kurz halten. Die Strecke in Fort William war einfach super. Sie war enorm schnell, lang und hart. Nach dem ersten Trainingstag, an welchem ich meinen Speed stetig steigern konnte, freute ich mich richtig auf die bevorstehende Quali am Samstag. Die Rennvorbereitung hatte super geklappt und ich startete locker und unbeschwert und selbstbewusst ins Rennen. Nach ca. 50 Sekunden Fahrtzeit kommt man auf eine Holzbrücke, wo ich plötzlich merkte, dass ich im Hinterreifen Luft verliere.


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IXS European Cup Innerleithen

IXS European Cup Innerleithen
Nach der ewig langen Reise nach Schottland konnten wir am Freitagmorgen dann auch endlich auf die neue Strecke in Innerleithen. Dieses hatte von allem etwas zu bieten. Sie begann mit einem flachen Waldstück, welches aber einfach mitten durch den Wald geschlagen wurde, und dadurch ziemlich schwierig war mit Schwung zu fahren. Der Mittelteil war auch ziemlich neu, technisch und vor allem eng zwischen den Bäumen, bevor es dann im Schlussteil nochmals richtig schnell wurde.


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DH World Cup Maribor

Vergangenes Wochenende fand im slowenischen Maribor der erste Weltcup statt. Ich entschloss mich schon im Vorfeld nur den Downhill zu fahren und den 4 Cross nicht.
So machte ich mich mit Marcel Beer auf den Weg für einen 4 wöchigen Roadtrip durch halb Europa. Von Maribor sollte es dann weitergehen nach Winterberg(ixs-cup), Innerleithen(ixs-cup) und zuletzt bis Fort William in Schottland zum nächsten Weltcup.

Maribor
Am ersten Trainingstag war die Strecke am Morgen noch ziemlich rutschig, aber diese trocknete dann auch schon bald ab. An der Streckenführung wurde sehr wenig verändert, ausgenommen vor dem Zielsprung.

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New Zealand Nationals Racing N°3

Ein weiteres Rennen fand in Wellington statt nämlich die New Zealand National Championships. Dazu aber später.
Auf dem Weg nach Wellington fing unser Auto plötzlich an zu brennen. Trotz allen Versuchen den Brand zu löschen, brannte das ganze Auto komplett aus. Schlussendlich konnten wir noch unsere Bikes retten und unsere Kleider, der ganze Rest verbrannte, alle Ersatzteile, Reifen und vieles mehr.


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New Zealand Nationals Racing N°2

Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Rennen in Tauranga, ging es nochmals nach Rotorua an ein weiteres Rennen der Newzealand Nationals. Die ganze Woche hindurch machten wir wieder die Singeltrails unsicher.
Die Strecke in Rotorua war vor allem auf Speed ausgelegt. Die Strecke war enorm hart zu fahren und man musste aufgrund des enormen Speeds in jedem Lauf 100 Prozent bei der Sache sein. Obwohl solche Speed Strecken nicht zu meinen Favoriten zählen, hatte ich immer viel Spass im Training und konnte meinen Speed von Lauf zu Lauf steigern, was ich vor allem meinem neuen GT Fury und das Ideal abgestimmte Akira Fahrwerk verdanken kann.

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New Zealand Nationals Racing N°1

Am 26. Januar verliess ich die kalte Schweiz und machte mich mit meinem Bike auf die Reise nach Neuseeland. Nach der 27 Stunden langen Reise bin ich dann endlich planmässig in Auckland angekommen. Das Abenteuer begann schon in Auckland, wo ich die erste Nacht auf der Hauptstrasse in Auckland City im Auto übernachtete. Durch die spezielle Lage meines Schlafplatzes und der Zeitumstellung, machte ich mich dann schon bald auf den Weg Richtung Rotorua beziehungsweise Tauranga wo ich mich mit anderen Fahrern traf. Dort verbrachte ich auch die vergangenen Tage mit Downhillen und Freeriden. Solch enorm schöne und anspruchsvolle Freeride Singletrails konnte ich noch nirgens zuvor finden. Man vergisst völlig die Zeit und die Anstrengung bei so viel Fahrspass.

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