Rennbericht IXS DH Cup Bad Wildbad

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Nach meinem kurzen Abstecher in die Enduro Szene am European Enduroseries Rennen in Flims an welchem ich den 17. Platz belegen konnte stand mit Bad Wildbad wieder ein Downhillrennen an auf einer Strecke genau nach meinem Geschmack.

Vor 3 Jahren war ich zuletzt in Bad Wildbad. Ich wusste wenn es zeitlich irgendwie passt wollte ich unbedingt wieder an diesem Rennen teilnehmen.
Die Gezeiten und die vielen Rennen haben diese Strecke geprägt. In meiner Erinnerung war diese zwar schwierig zum fahren und bespickt mit einigen Absätzen wo man ziemlich schnell reinkommt und als Landung mehr oder weniger nur Steine vor sich hat.
Dieses Jahr war die Strecke noch einiges offener abgesteckt als in der Vergangenheit und wurde daher noch schneller. In meinen Augen war die Strecke vergleichbar mit der Downhillstrecke schlechthin in Val di Sole.
Für mich, welcher nicht jedes Jahr auf dieser Strecke fährt war die Schwierigkeit am ersten Tag eine halbwegs gute Linie zu finden in den vielen Steinen. Ich liess mir Zeit dafür im ersten Training, da ich mich ohnehin von der ganzen Arbeiterei jeweils ziemlich müde fühle am Wochenende.

Quali
Wir hatten wieder das Glück, dass es auf den Qualilauf nochmals ziemlich stark regnete. Jedoch war dies auf dieser Strecke nicht so tragisch, da der Boden ziemlich sandig und vor allem Steinig war.
Ich versuchte so flüssig wie möglich zu fahren und trotz des Regens meiner Spur treu zu bleiben. Die meisten Passagen erwischte ich gut und nahm im letzten Streckenabschnitt noch etwas Speed raus, damit ich einen soliden Lauf ins Ziel bringen konnte. Die Uhr blieb für mich bei 3.27 min. stehen. Dies bedeutete den 16. Platz für die Quali.
Ich setzte mir das Ziel für den Rennlauf unter 3.20 min. zu fahren und die Platzierung nicht weiter zu überbewerten.
Im Training am nächsten morgen versuchte ich noch ein paar Linien ausfindig zu machen wo ich noch etwas Zeit gutmachen konnte. Grosse Veränderungen machte ich nicht ich konzentrierte mich eher darauf die Linie welche ich fuhr noch etwas genauer anzuschauen damit ich diese noch etwas schneller fahren konnte. Dies gelang mit im Training aber auch noch nicht so wie ich mir das vorstellte.

Rennen
In der Pause bis zum Rennen visualisierte ich nebst den anderen Vorbereitungen die Strecke so viel und vor allem so konzentriert als möglich. Ich wusste genau, dass ich eigentlich einen höheren Speed fahren kann und auch das Bike gibt mir momentan enorm viel Sicherheit.
Der Start verspätete sich um ca. 40 min. und ich wärmte mich ca. 3 mal ein. Die Strecke startet mit einer Tretpassage von 20 bis 30 sec. Ich startete ins Rennen und erkannte mich kaum selbst wie hart ich in die Pedale trat. Lustig war dann die erste Kurve, diese ist flach und man will so viel Schwung mitnehmen wie möglich. Ich sagte mir in der Kurve, das ich sicherlich nicht bremse obwohl ich aufgrund des höheren Speeds ca. 0.5m neben meiner Spur war.
Danach war Konzentration gefragt man sprang über einen kleinen Roadgap direkt in die Steine. Ich brachte wieder Ruhe in meinen Lauf und konzentrierte mich auf meine Linien.
Mehrheitlich hatte sich die gute Vorbereitung gelohnt. Ich konnte einige Passagen schneller fahren als im Training und dies ohne Risiko zu nehmen. Aber einige Fehler machte ich trotzdem, vor allem im obersten Streckenabschnitten.
Ich erreichte mein persönliches Ziel und beendete das Rennen mit 3.18min. Mit dieser Zeit belegte ich den 13. Platz von 103 Startenden in der Elite Kategorie.

Wieder ist das Resultat eher nicht spektakulär, klar schlussendlich redet nur jemand von den ersten 3. Aber das Wochenende dahinter und die Arbeit welche ich investiert hatte mich noch um 9 Sekunden zu verbessern war echt cool und ging voll auf. Zudem bin ich bei jedem Rennen welche ich in dieser Saison fuhr mehr oder weniger bei den Besten mit dabei. Für mich bedeutet diese Konstanz enorm viel, da ich diese bis jetzt in meiner Karriere vermisste.

Rennbericht IXS EU Cup Val di Sole

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Kaum hat die Saison begonnen befindet man sich schon mitten drin.
Am vergangenen Wochenende fand zum Ersten mal ein Europacup auf der berüchtigten Strecke in Val di Sole statt. Bis anhin stand diese Strecke nur auf dem Rennkalender des Weltcups. Für mich ist Val di Sole eine der schwierigsten Strecken auf welchen ich in den vergangenen Jahren Rennen gefahren bin.

Die Streckenführung wurde in der oberen Hälfte komplett neu geführt. Dies war auch nötig, da die alte Strecke kaum noch fahrbar war.

Die neuen Waldpassagen gefielen mir sehr gut und ich hatte einen riesen Spass im Training. Durch die grossen Steine und die Trockenheit auf der Strecke, bekam auch der neue Streckenabschnitt bald wieder Val di Sole Charakter.
Wie erwähnt, die Strecke ist geprägt von Absätzen, grossen Steinen und Wurzeln. Das heimtückische daran ist, wenn man einmal aus seiner Spur kommt wird es schwierig überhaupt noch auf dem Bike zu bleiben. Zudem sind viele Passagen schnell und durch all die Fahrer ausgefahren.

Quali:
Ich hatte im Training endlich wieder das Feeling gefunden welches ich z.B in Morgins so sehr vermisste. Ich hatte in der Zwischenzeit einige kleine Veränderungen am Bike vorgenommen, welche es wieder zuliessen meinen Speed zu fahren und diesen sogar zu pushen.
Trotzdem blieb ich immer relativ vorsichtig auf dieser Strecke was mich aber nicht störte da ich wieder eine super Position auf dem Bike hatte.
So konnte ich meinen Qualilauf sauber durchziehen und fuhr ohne Risiko auf den 39. Platz.

Rennen.

Das ganze Wochenende war der Himmel schon bedeckt. Jedoch vermochte es nie wirklich zu regnen. Bis am Sonntagmorgen. Während dem Training rieselte es nur leicht. Ich entschied mich im letzten Trainingslauf Schlammreifen auszuprobieren, damit ich wusste wie es sich anfühlte. Aufgrund diverser Stürze war die Strecke aber gesperrt und ich konnte keinen Lauf mehr machen.

In den drei Stunden bis zu meinem Start wechselte der Nieselregen zu Regen.

Ich nahm die Veränderung gelassen, da ich wusste das mein neues Santacruz V10 mit dem Akira Fahrwerk bei allen Bedingungen einwandfrei funktioniert.

Dies bestätigte sich auch im Lauf. In den obersten Wiesenkurven konnte ich beinahe fahren wie im Trockenen. Die Strecke war teilweise noch staubig und teilweise durchnässt. Da wo die Strecke nass war, war es so unglaublich schmierig wie ich es noch selten erlebt hatte. Ich hatte in der Mitte der Strecke einen Stillsteher welche mich sicherlich wertvolle Zeit kostete. Dies geschah bei solchen Bedingungen aber ohne gross Fehler zu machen. Jedoch überwogen in meinem Lauf klar die positiven Ereignisse.
Ich hatte einen soliden Lauf und konnte den 26. Platz von 200 Startenden belegen.

Der Platz ist auf den ersten Blick nicht gerade beeindruckend jedoch war die Konkurrenz an diesem Rennen sehr stark vertreten. Für mich war es ein erfolgreiches Rennen und sicherlich mein bester Rennlauf dieser Saison bis jetzt.

iXS European Downhill Cup 2011 #2 in Todtnau/D

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Nach meiner etwas verlängerten Winterpause, aufgrund eines gebrochenen Handgelenkes, konnte auch ich die Rennsaison 2011 einläuten.

Eine sehr schnelle aber überaus gute und anspruchsvolle Strecke erwartete mich in Todtnau. Die Trainings verliefen einwandfrei und das Wetter spielte auch das ganze Wochenende mit, trotz verschiedenen Sturmwarnungen.

Qualifikation:
Schliesslich startete ich am Samstagabend zu meinem ersten Qualifikationslauf dieser Saison. Es machte mich richtig glücklich, mich endlich wieder in einem Rennen zu befinden, mich mit der Konkurrenz zu messen und zu sehen wie sich das Wintertraining ausbezahlt hat.
Durch meine lange Verletzungspause veränderte sich auch mein Fahrstil ein wenig, da ich bis zum Rennen nur sehr wenig auf dem Downhill-Bike war. Durch das viele Training auf dem Crosscountry- Bike suche ich jetzt vermehrt ruhigere Linien, was auch einen ruhigeren Fahrstil mit sich bringt.
Dies konnte ich auch sehr gut in meine Qualifikation einbauen. Ich hatte einen fast fehlerfreien Lauf welchen mich zu meinem Erstaunen auf den 4. Platz beförderte. Hiermit war ich gleich bester Schweizer in meinem ersten Qualilauf dieser Saison.

Rennen:
Mit dem Ziel noch einige bessere Linien zu finden, machte ich mich am Sonntagmorgen auf ins Training. Teilweise gelang mir dies auch und ich machte mich einem guten Gefühl und sehr viel Vorfreude an den Start.
Das Wetter war immer noch schön geblieben und ich konnte es kaum erwarten, mich wieder in einem Rennen wiederzufinden. Voll konzentriert sprintete ich aus dem Starthaus Richtung Ziel. Dies gelang mir in diesem Lauf so gut wie kaum in einem Trainingslauf zuvor. Ich machte keinerlei Fehler in allen technischen Passagen.
Im letzten Streckenviertel erwartete mich dann aber eine böse Überraschung. Und zwar fuhr ich in einen Anlieger ohne jegliche Schlaglöcher oder Steine. Diese wurde aber mit einem enormen Tempo angefahren. Mitte bis Ende Anlieger vermochte mein Hinterreifen dem Druck nicht mehr standhalten und legte sich bis zur Seitenwand auf den Boden. Als dieser wieder zu greifen begann und ich mich immer noch in Schräglage befand, katapultiere mich diese Wucht direkt über den Lenker.
Glücklicherweise konnte ich meinen Rennlauf trotzdem noch ohne Verletzung beenden, konnte aber mit diesem Abflug gerade noch den 50. Platz von 130 Startenden belegen.
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