Rennbericht IXS Swiss Cup Lenzerheide

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Zum ersten mal überhaupt fand in der Lenzerheide ein Lauf des IXS Cups statt. Ich freute mich riesig auf die neue Strecke. Die Vorfreude wurde auch nicht getrübt, denn die Strecke war richtig gut.
Diese neue Strecke wurde unter Anleitung von der Downhill Legende Steve Peat erbaut. Viele Abschnitte waren auf den ersten Blick sehr Bike Park lasstig. Aber das Gefälle war einiges steiler als in einem gewohnten Bike Park und dies machte die Sache wieder gut. Ausserdem gab es einige Waldpassagen welche sehr naturbelassen waren und sich im verlauf des Wochenendes noch formten. Alles in allem würde ich sagen endlich wieder einmal eine technische Strecke im Swisscup.

Samstag:
Der Sonnenschein vom Training am Freitag suchte man vergeblich. Es regnete vom Morgen bis Abend intensiv. Die Umstände mit im Auto Campieren und noch genügend Kleider haben wurden bis Sonntagabend fast untragbar.
Aber dies ist auch nur Nebensache. Die Strecke welche ziemlich neu gebaut wurde, war innert kürzester Zeit aufgeweicht. Einige würden sagen die Strecke ging kaputt, in meinen Augen aber wurde es eine richtig gute Downhillstrecke welche einem vom Start bis ins Ziel forderte.

Quali:
Der regen liess der ganze Tag kein bisschen nach. Ich hatte einige enorm gute Trainingsläufe und enorm viel Spass. Endlich konnte ich den Speed von Lauf zu Lauf wieder etwas pushen.
Dies versuchte ich auch im Lauf. Rückblickend kann ich sagen, dass ich etwas zu wenig locker unterwegs war für die Verhältnisse. Dadurch rutschte ich im unteren Streckenabschnitt weg und stürzte. Somit belegte ich den 23. Platz in der Quali.

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Sonntag:
Nach meinem Sturz war mich wichtig, dass ich das gute Gefühl auf dem Bike wieder aufbauen konnte. Aber ich merkte schon in der ersten Trainingsfahrt, dass ich dieses nicht so schnell verloren hatte. Ich schaute mir die schwierigsten Stellen nochmals genau an. Bei meiner Sturzstelle entdeckte ich auch noch eine bessere Linie wo ich eine grosse Wurzel umfahren konnte. Dies war ein weiteres erfolgreiches Training.

Rennen:
Ich war sehr motiviert alles zu geben, wusste aber, dass bei diesen Bedingungen 80 % eher angebracht waren. Das Ziel war so zu fahren wie im Training.
Ich startete super in meinen Lauf. Das erste Steinfeld war steil und enorm technisch. Die Steine lagen in jedem Lauf an einem anderen Ort. Mein Akira-tuning Fahrwerk half mir Zentimeter genau in meiner gewünschten Spur zu bleiben.
Danach gab es einige schnelle Passagen mit grossen Anliegern. Ich fühlte mich gut und liess die Bremsen offen. Danach kam man in einen technischen Wald und später in eine Tretpassage. Der Boden war schon etwas zäher als im Training, da es aufgehört hatte zu regnen. Auch die Passage an welcher ich am Vortag gestürzt war meisterte ich gut. Die
Sicht war durch den Schlamm enorm schlecht und ich musste mein Roll off ca 5 mal betätigen welches jedes mal etwas Zeit kostete. Im unteren Streckenteil fiel mir auf wie gut sich mein Bike anfühlte besonders auch die neuen Laufräder von N`DOO Product mit perfekter Speichen Spannung, halfen mir die Spur zu halten.
Als ich ins Ziel kam hatte ich Bestzeit mit 4 Sekunden Vorsprung auf den bisher führenden. Jedoch waren die Besten noch am Start.

Meine Zeit reichte Schlussendlich für den 9. Platz. Die Abstände waren enorm eng, so hatte ich nur zwei Sekunden Rückstand auf den 3. Platzierten, die Legende des Downhillsports Steve Peat.
Dies ist ein weiteres solides Rennen bei welchem ich eine Steigerung zum vorherigen sehe. Ich bin bereit und freue mich auf die kommenden Rennen.

Rennbericht IXS DH Cup Bad Wildbad

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Nach meinem kurzen Abstecher in die Enduro Szene am European Enduroseries Rennen in Flims an welchem ich den 17. Platz belegen konnte stand mit Bad Wildbad wieder ein Downhillrennen an auf einer Strecke genau nach meinem Geschmack.

Vor 3 Jahren war ich zuletzt in Bad Wildbad. Ich wusste wenn es zeitlich irgendwie passt wollte ich unbedingt wieder an diesem Rennen teilnehmen.
Die Gezeiten und die vielen Rennen haben diese Strecke geprägt. In meiner Erinnerung war diese zwar schwierig zum fahren und bespickt mit einigen Absätzen wo man ziemlich schnell reinkommt und als Landung mehr oder weniger nur Steine vor sich hat.
Dieses Jahr war die Strecke noch einiges offener abgesteckt als in der Vergangenheit und wurde daher noch schneller. In meinen Augen war die Strecke vergleichbar mit der Downhillstrecke schlechthin in Val di Sole.
Für mich, welcher nicht jedes Jahr auf dieser Strecke fährt war die Schwierigkeit am ersten Tag eine halbwegs gute Linie zu finden in den vielen Steinen. Ich liess mir Zeit dafür im ersten Training, da ich mich ohnehin von der ganzen Arbeiterei jeweils ziemlich müde fühle am Wochenende.

Quali
Wir hatten wieder das Glück, dass es auf den Qualilauf nochmals ziemlich stark regnete. Jedoch war dies auf dieser Strecke nicht so tragisch, da der Boden ziemlich sandig und vor allem Steinig war.
Ich versuchte so flüssig wie möglich zu fahren und trotz des Regens meiner Spur treu zu bleiben. Die meisten Passagen erwischte ich gut und nahm im letzten Streckenabschnitt noch etwas Speed raus, damit ich einen soliden Lauf ins Ziel bringen konnte. Die Uhr blieb für mich bei 3.27 min. stehen. Dies bedeutete den 16. Platz für die Quali.
Ich setzte mir das Ziel für den Rennlauf unter 3.20 min. zu fahren und die Platzierung nicht weiter zu überbewerten.
Im Training am nächsten morgen versuchte ich noch ein paar Linien ausfindig zu machen wo ich noch etwas Zeit gutmachen konnte. Grosse Veränderungen machte ich nicht ich konzentrierte mich eher darauf die Linie welche ich fuhr noch etwas genauer anzuschauen damit ich diese noch etwas schneller fahren konnte. Dies gelang mit im Training aber auch noch nicht so wie ich mir das vorstellte.

Rennen
In der Pause bis zum Rennen visualisierte ich nebst den anderen Vorbereitungen die Strecke so viel und vor allem so konzentriert als möglich. Ich wusste genau, dass ich eigentlich einen höheren Speed fahren kann und auch das Bike gibt mir momentan enorm viel Sicherheit.
Der Start verspätete sich um ca. 40 min. und ich wärmte mich ca. 3 mal ein. Die Strecke startet mit einer Tretpassage von 20 bis 30 sec. Ich startete ins Rennen und erkannte mich kaum selbst wie hart ich in die Pedale trat. Lustig war dann die erste Kurve, diese ist flach und man will so viel Schwung mitnehmen wie möglich. Ich sagte mir in der Kurve, das ich sicherlich nicht bremse obwohl ich aufgrund des höheren Speeds ca. 0.5m neben meiner Spur war.
Danach war Konzentration gefragt man sprang über einen kleinen Roadgap direkt in die Steine. Ich brachte wieder Ruhe in meinen Lauf und konzentrierte mich auf meine Linien.
Mehrheitlich hatte sich die gute Vorbereitung gelohnt. Ich konnte einige Passagen schneller fahren als im Training und dies ohne Risiko zu nehmen. Aber einige Fehler machte ich trotzdem, vor allem im obersten Streckenabschnitten.
Ich erreichte mein persönliches Ziel und beendete das Rennen mit 3.18min. Mit dieser Zeit belegte ich den 13. Platz von 103 Startenden in der Elite Kategorie.

Wieder ist das Resultat eher nicht spektakulär, klar schlussendlich redet nur jemand von den ersten 3. Aber das Wochenende dahinter und die Arbeit welche ich investiert hatte mich noch um 9 Sekunden zu verbessern war echt cool und ging voll auf. Zudem bin ich bei jedem Rennen welche ich in dieser Saison fuhr mehr oder weniger bei den Besten mit dabei. Für mich bedeutet diese Konstanz enorm viel, da ich diese bis jetzt in meiner Karriere vermisste.

Rennbericht IXS EU Cup Val di Sole

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Kaum hat die Saison begonnen befindet man sich schon mitten drin.
Am vergangenen Wochenende fand zum Ersten mal ein Europacup auf der berüchtigten Strecke in Val di Sole statt. Bis anhin stand diese Strecke nur auf dem Rennkalender des Weltcups. Für mich ist Val di Sole eine der schwierigsten Strecken auf welchen ich in den vergangenen Jahren Rennen gefahren bin.

Die Streckenführung wurde in der oberen Hälfte komplett neu geführt. Dies war auch nötig, da die alte Strecke kaum noch fahrbar war.

Die neuen Waldpassagen gefielen mir sehr gut und ich hatte einen riesen Spass im Training. Durch die grossen Steine und die Trockenheit auf der Strecke, bekam auch der neue Streckenabschnitt bald wieder Val di Sole Charakter.
Wie erwähnt, die Strecke ist geprägt von Absätzen, grossen Steinen und Wurzeln. Das heimtückische daran ist, wenn man einmal aus seiner Spur kommt wird es schwierig überhaupt noch auf dem Bike zu bleiben. Zudem sind viele Passagen schnell und durch all die Fahrer ausgefahren.

Quali:
Ich hatte im Training endlich wieder das Feeling gefunden welches ich z.B in Morgins so sehr vermisste. Ich hatte in der Zwischenzeit einige kleine Veränderungen am Bike vorgenommen, welche es wieder zuliessen meinen Speed zu fahren und diesen sogar zu pushen.
Trotzdem blieb ich immer relativ vorsichtig auf dieser Strecke was mich aber nicht störte da ich wieder eine super Position auf dem Bike hatte.
So konnte ich meinen Qualilauf sauber durchziehen und fuhr ohne Risiko auf den 39. Platz.

Rennen.

Das ganze Wochenende war der Himmel schon bedeckt. Jedoch vermochte es nie wirklich zu regnen. Bis am Sonntagmorgen. Während dem Training rieselte es nur leicht. Ich entschied mich im letzten Trainingslauf Schlammreifen auszuprobieren, damit ich wusste wie es sich anfühlte. Aufgrund diverser Stürze war die Strecke aber gesperrt und ich konnte keinen Lauf mehr machen.

In den drei Stunden bis zu meinem Start wechselte der Nieselregen zu Regen.

Ich nahm die Veränderung gelassen, da ich wusste das mein neues Santacruz V10 mit dem Akira Fahrwerk bei allen Bedingungen einwandfrei funktioniert.

Dies bestätigte sich auch im Lauf. In den obersten Wiesenkurven konnte ich beinahe fahren wie im Trockenen. Die Strecke war teilweise noch staubig und teilweise durchnässt. Da wo die Strecke nass war, war es so unglaublich schmierig wie ich es noch selten erlebt hatte. Ich hatte in der Mitte der Strecke einen Stillsteher welche mich sicherlich wertvolle Zeit kostete. Dies geschah bei solchen Bedingungen aber ohne gross Fehler zu machen. Jedoch überwogen in meinem Lauf klar die positiven Ereignisse.
Ich hatte einen soliden Lauf und konnte den 26. Platz von 200 Startenden belegen.

Der Platz ist auf den ersten Blick nicht gerade beeindruckend jedoch war die Konkurrenz an diesem Rennen sehr stark vertreten. Für mich war es ein erfolgreiches Rennen und sicherlich mein bester Rennlauf dieser Saison bis jetzt.

Rennbericht IXS Swiss Downhillcup Morgins

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Endlich startete auch für mich die Downhillsaison 2014.
Das Wetter stand definitiv auf unserer Seite und wir konnten die Saison würdig eröffnen.

Bei der Anmeldung hatte ich schon die erste positive Überraschung, als ich die Startnummer 2 für das Rennen erhielt. Die Nummern werden nach UCI Punktestand vergeben.

Am Freitag war wie gehabt freies Training. Ich fühlte mich gut auf meinem neuen Santacruz V10.
Meine Strategie war mir die Strecke einzuprägen aber noch nicht allzu viel Kraft zu verbrauchen.

Samstag:

Das Ziel des Trainings war bis zur Quali am Abend den Rennspeed aufzubauen. Ich konnte Passagenweise ziemlich schnell fahren. Es war eigentlich ein erfolgreicher Trainingstag. Jedoch bemerkte ich schon bald, dass ich nirgends übermässig schnell bin und auch keine speziellen Linien habe, welche mich von der Konkurrenz abheben könnten.

So war auch mein Qualilauf. Ich fuhr zügig auf der Hauptlinie. Bremste im oberen Streckenabschnitt merklich zu viel. Dies bedeutete für mich den 12. Platz in der Quali.

Sonntag:

Ich setzte mir wieder ein Ziel für den Tag. Am Sonntag bedeutete dies endlich den Speed zu steigern. Ausserdem wollte ich in meinem Lauf 4.30 min. oder schneller fahren. Dies war die Siegerzeit vom Qualilauf.

Ich konnte das Tempo im Training wieder nicht erheblich steigern. Ich versuchte noch kleine Änderungen am Bike vorzunehmen; Lenkerhöhe etc.

Rennlauf:

Ich startete relativ gelassen ins Rennen. Klar gab ich alles aber vor allem wollte ich mein persönliches Ziel mit 4.30 min. erreichen.
Anfangs Strecke hatte ich wieder mühe mit den neuen Löchern in den Anliegern welche mich die Kurven nicht so rund fahren liessen wie ich wollte.
Ein weiterer Fehler schlich sich im Waldstück ein wo man auf ein kleinen Boden springen musste, damit man eine geradere Linie fahren konnte.

Alles in allem war es sicherlich ein sauberer Lauf ohne grosse Zwischenfälle welcher ziemlich genau mein Niveau auf der Strecke wiederspiegelte. Mein Ziel verfehlte ich knapp mit 4. 31 min. was den 11. Platz von 145 Startenden bedeutete.
Auf das Podest trennten mich nur unglaubliche 1.5 Sekunden, die Zeiten lagen so nah beieinander.
Dafür dass ich mich nie speziell schnell fühlte auf der Strecke ist das Resultat in Ordnung. Die Erfahrung zeigt, geduldig bleiben und auf der Leistung aufbauen.

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