Rennbericht Hunua Race Auckland NZ

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Kaum richtig in Neuseeland angekommen, wurden wir von einem Local auf das Hunua Race in Auckland aufmerksam gemacht. 
Da ich mich ohnehin in der Region Auckland aufhalte dachte ich mir das dies eine gute Gelegenheit wäre etwas Downhill zu fahren. 
Am Samstag fand das Rennen wie auch das Training statt. 
In meinen 5 Trainingsläufen hatte ich allerhand zu tun, unter anderem mein neues Bike wenigstens ein bisschen auf mich anzupassen. 
Währenddessen musste ich mir noch die Strecke einprägen und ziemlich viel Mut zusammennehmen, dass ich auch alle Sprünge ( darunter ein 15 Meter weiter Stepdown ) beherrschte.

In den letzten  zwei Trainingsläufen gelang es mir noch ein richtig gutes feeling für mein Bke zu entwickeln.





Rennen:

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Die Strecke war technisch nicht sehr anspruchsvoll, dafür aber enorm schnell und einige harte Tretpassagen.
Wir hatten zwei Rennläufe wovon der schnellere gewertet wurde. 
Im ersten Lauf hatte ich etwas Mühe zu beginn der Strecke, da ich mich zu sehr von den Neuseeländern habe inspirieren lassen und auch kein warm up machte! 

Im zweiten Rennlauf wurde nach dem Resultat des 1. Laufs gestartet. Man wusste aber bis zum Start nicht welchen Platz man belegt hatte. Sehr zu meinem erstaunen startete ich als zweitletzter ins Rennen. Diese Situation machte machte mich kurz vor dem Start doch noch etwas nervös. 

Gut aufgewärmt startete ich diesmal ins Rennen. Mit dem frisch erweckten Gedanken das ich Chancen auf den Sieg habe schienen mir die Tretpassagen auch nicht mehr so hart.
Mehrheitlich erwischte ich die technischen Passagen besser als zuvor.
Schlussendlich belegte ich den 2. Rang.

Mit diesem Resultat bin ich natürlich mehr als zufrieden. 
Vom fahrerischen her bin ich froh das ich wieder einmal die Zeit habe mich voll aufs Biken zu konzentrieren und ich mich dementsprechend weiterentwickeln kann.

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DH Schweizermeisterschaft 2012

SM 12 martin Frei
Zum 2. mal fanden am Berneroberländischen Wirihorn die Schweizermeisterschaften statt.

Die Strecke gehört nicht zu meinen Favoriten da sie teilweise schon fast störend schmal ist und viel loses Geröll darauf liegt.
Schon im Vorfeld wusste ich,dass es die grösste Herausforderung ist, den Mix zwischen attackieren und flüssigem fahren zu finden, da die Strecke auch relativ flach ist.

Quali:

Da der Schwizermeisterschaftslauf auch noch am gleichen Abend auf dem Programm stand versuchte ich in der Quali bewusst Kräfte zu sparen. Ich fuhr teilweise etwas unrund aber im gossen und ganzen ziemlich sauber. Dieses gute Gefühl wurde auch mit dem 2.Platz bestätigt.

Rennen:

Einige Stunden später startete ich dann in meinen eigentlichen Schweizermeisterschaftslauf. Vor dem Lauf überlegte ich mir nochmals gründlich wo ich noch etwas Zeit gutmachen konnte, wo ich pedalieren werde und wo ich noch etwas mehr Schwung mitnehmen kann.
Ich war fokussiert und meine Rechnung schien perfekt aufzugehen, Passage für Passage fuhr ich mein Rennen wie zuvor durchgespielt. Kaum in einem Trainingslauf konnte ich die technischen Abschnitte so schnell und gleichzeitig auch kräftesparend fahren. In den Tretstücken gab ich alles und ich hatte richtig Spass beim fahren.
Nach dem Gegenanstieg auf der Teerstrasse liess ich den letzten Tritt bewusst aus und atmete nochmals tief durch bevor ich in den letzten Steilhang einbog. Auch diesen fuhr ich nahezu perfekt. Bis ich in der drittletzten Kurve kurz ca 20 cm von meiner Linie abkam und somit zu eckig in die Kurve einbog. Ich hatte keine Chance mehr zu reagieren und ging zu Boden. So schnell wie nur möglich schnappte ich mein Bike wieder und fuhr ins Ziel. Dies bedeutete 5. Platz für mich an der SM.

Ich war sprachlos und ärgerte mich wie schon lange nicht mehr. Fragen tauchten auf in meinem Kopf wie warum oder hätte ich früher bremsen sollen oder war ich nicht mehr fokussiert? Heute kann ich sagen nein es war nichts von dem. Wenn ich mich beginne zu fragen ob ich hätte bremsen sollen, dann müsste ich in jeder Kurve bremsen. Fakt ist das wenn man sich gut fühlt muss man in einem Rennlauf am Limit fahren von oben bis unten und da gehören Überraschungen dazu. Nur dumm das ich eine so kurz vor dem Ziel erleben musste.

Bei der Siegerehrung gratulierten mir etliche Leute und ausnahmslos jeder war der Überzeugung das ich ohne Sturz gewonnen hätte...

m.frei sm 2012 front
Foto: www.spitznagel.ch

IXS German DH Cup Bad Wildbad

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Letztes Wochenende fand im deutschen Bad Wildbad ein weiterer Lauf des German Downhillcups statt. Da ich dieses Jahr aus beruflichen Gründen die eher etwas näher gelegenen Rennen fahren kann und ich die Strecke in Bad Wildbad richtig cool finde beschloss ich wieder einmal ein Germancup zu fahren..

Quali:
In der Nacht auf Samstag regnete es nochmals kräftig und die mit Steinen bespickte Strecke wurde richtig schwierig zum fahren. Hiermit muss man noch erwähnen dass ich am Freitag in meinem dritten Trainingslauf mit meinem Bike so hart auf einem Stein aufsetzte, dass mir bei der Tretlageraufhängung meines GT Furys ein teil davon gebrochen und verbogen war, so dass das Tretlager um 2 cm nach oben und mindestens soviel nach hinten verschoben war.
gt dogbone

Leider hatte ich dieses Teil nicht als Ersatz dabei und musste das ganze Wochenende so fahren und beobachten das es nicht noch komplett reisst.
Die Quali verlief soweit reibungslos und ich belegte den 12. Platz.

Rennen:
Am Sonntag trocknete die Strecke komplett ab und ich beschloss mein Akira Fahrwerk noch etwas straffer einzustellen damit ich noch etwas schneller und noch mehr am Limit fahren konnte.
Ich hatte einen wirklich guten Rennlauf. Ich fuhr die meisten Sektionen so wie ich wollte. Nur erwischte ich mich selbst einige Male wie ich an Orten bremste wo es nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Zudem kamen noch einige Tretpassagen, welche auch nicht gerade zu meinen absoluten Stärken zählen.

Alles in allem belegte ich den 9. Platz womit ich ziemlich zufrieden war.
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